SGL verliert Heimspiel gegen Ulm

SGL I – SV Ulm I 1:4 (1:3)
Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr. Mancher SG-Anhänger wird so die Chancen seiner Elf im Duell mit dem Tabellenführer bewertet haben. Doch die SG lehnte die Opferrolle ab. Nie erlahmender Kampfgeist, teilweise aufblitzender Spielwitz, eine von Dominik Frank passabel organisierte Defensive sorgten dafür, dass die Ernst-Schützlinge gefordert waren.

Trotzdem, das Spiel der Gäste offenbarte, dass sie zurecht Tabellenführer sind. Sie wirkten homogen, Pass- und Laufwege stimmten überein. Das 0:1 in der 13. Minute war Ausdruck dieser Spielweise.

Eine zügige Ballstafette, eine Flanke und trotz Vollversammlung im Strafraum, fiel die Murmel vor die Füße von Benedikt Wisser, der mühelos vollstreckte. In Spielminute 17 die nächste Demonstration der Offensivqualitäten. Jonathan Wisser inszenierte eine exzellente Passfolge, eine hochkarätige Torchance folgte, wurde aber überhastet vergeben. Kurz danach spielte Steven Müller seinen direkten Gegenspieler schwindlig, drang in den Strafraum ein, ließ Netzschoner Sascha Weber keine Chance. Das Tore-Gen von Müller wurde sichtbar, weitere Treffer des Sturmdiamanten standen im Raum. Doch nichts da. Trainer Edling stellte um und Thomas Oberle unterzog Müller hinfort einer Wurzelbehandlung, die Wucht des Tabellenführers reduzierte sich. In Spielminute 38 noch einmal Müller-Jubel, als er einen berechtigten Strafstoß sicher verwandelte.

Danach zerbröselte die Souveränität des Tabellenführers. Ein wie aufgedreht stürmender Peter Zimmer, ein mit Wucht und Elan spielender Mario Schmidt, gaben dem Spiel bis in die Mitte der zweiten Hälfte ein anderes Gesicht. In Minute 40 klebte sich P. Zimmer den Ball an den Fuß, rannte Tempo geladen in den Strafraum, spielte zu Stefan Wetzel, der aus Kurzdistanz einschoss. Es folgte die beste Zeit der Gastgeber. Tim Wagner, Johannes Herkert, P.Zimmer kreierten Chancen, doch Torwächter Martin Bach, ein ab und zu im Wege stehendes Abwehrbein verhinderten Treffer der Einheimischen. Jonathan Wisser schuf dann mit einem direkt verwandelten Freistoß klare Verhältnisse. Danach wurde die Zeit runter gespielt.

JoHo

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