SGL reist nach Haueneberstein

FV Haueneberstein I – SGL I
am 15.11.2015 um 14.30 Uhr
Das Stück heißt „Not gegen Elend“, ist ein Gruseldrama in zwei Akten à 45 Minuten und wird auf der Freilichtbühne, Rasenplatz Haueneberstein, gegeben. Das Drehbuch ist ziemlich simpel. 22 Akteure streiten sich um einen Ball und versuchen krampfhaft bis hektisch, diesen irgendwie im gegnerischen Aluminiumgehäuse unterzubringen. Der Ausgang ist offen. Die Akteure kennen das Spiel, haben in bisher 13 Aufführungen den Ball gejagt, dabei 90 (Haueneberstein) und 42 (SGL) Gegentreffer hinnehmen müssen. Die Platzherren sind also leidgeprüfter, mehr Kummer gewohnt, was speziell in dieser Partie vorteilhafter sein kann.

Im Bereich der erzielten Treffer ist der Unterschied minimal. Zwei mal mehr (i.g.19) durften die Edling-Schützlinge eigene Tore bejubeln. Kurz vor Hinrundenende sind die Einheimischen Tabellenletzter, haben gegenüber ihrem Kontrahenten ein Punkteminus von acht und wissen, dass bei einer weiteren Niederlage, sich die Hoffnungslosigkeit zum Elend gesellt. Eine Niederlage der Gäste wiederum, könnte diese hurtig in die Stimmungslage der Platzherren versetzen, denn die Spiele werden immer weniger. Wann, wenn nicht jetzt, ist deswegen der Untertitel des Drehbuchs.

Die Herren Edling und Kristofic kennen die Stärken und Schwächen ihrer Mannschaften. Diese wurden teilweise schon kräftig abgewatscht, mussten Niederlagen in exorbitanter Höhe, z.B. 1:11, 1:9 (Haueneberstein), 1:9, 1:6 (SG) hinnehmen. Insgesamt wirkt die Gastgeberdefensive anfälliger. Doch die Mannen um Spielführer Johannes Herkert, Dominik Frank, die Gebrüder Mario und Manuel Schmidt haben eine überschaubare Trefferquote. Das ist nicht der Stoff, der wie selbstverständlich Siege gebiert, zumal Peter Zimmer, der zusammen mit Mario Schmidt Torchancen kreiert, fehlen wird. Der Zwang des Gewinnen müssen, führt höchstwahrscheinlich zu einem hektischen, wenig ansehnlichen und für nervenschwache Anhänger zu einem grausigen Spiel, dem ein kompetenter Spielleiter zu wünschen bleibt. Übrigens: Stehplatzkarten sind noch zu haben.

Das Vorspiel beginnt um 12.45 Uhr.

JoHo

Dieser Beitrag wurde unter Senioren veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.