Festbankett zum 90-jährigen Jubiläum

Am 15. August 1928 wurde der Sportverein Lauf als Deutsche Jugendkraft (DJK) gegründet. Daher lud der Verein am Freitagabend zu einem Festbankett zum 90-jährigen Jubiläum in die Neuwindeckhalle ein. Im Mittelpunkt des Abends standen neben einer Chronikbilderschau auch Ehrungen verdienter Mitglieder. Die silberne Ehrennadel erhielten Petra Erhard, die von 2007 bis 2017 Jugendkassiererin war, Benjamin Hensel und Benjamin Kaltenbach, beide seit 25 Jahren Mitglieder aus den Händen des ersten Vorsitzenden Jochen Doninger. Seit 50 Jahren dabei sind Dr. Peter Widmann, Siegfried Braun, Hubert Lang, Achim Serr und Franz Benkeser. Sie wurden von dem ersten Vorsitzenden mit der goldenen Ehrennadel ausgezeichnet. Ebenfalls die Ehrennadel in Gold erhielt der erste Vorsitzende Jochen Doninger. Der zweite Vorsitzende Matthias Renz würdigte sein Engagement. 1978 in den Verein eingetreten, spielte er in der Jugend, in der ersten und zweiten Mannschaft sowie bis heute bei den Alten Herren. Von 1993 bis 1995 war er Schriftführer, von 2004 bis 2009 im Spielausschuss, von 2009 bis 2013 zweiter Vorsitzender und seit 2013 erster Vorsitzender. Die höchste Ehrung, die der Verein zu vergeben hat, erhielt Johann Horeth. Jochen Doninger ernannte ihn zum Ehrenmitglied und gab einen kurzen Überblick über dessen Aktivitäten. So war Johann Horeth Spieler in den Seniorenmannschaften, in den 60er Jahren Jugendleiter und Strafsachbearbeiter, in den 70er Jahren A- und B-Juniorentrainer, viele Jahre Schiedsrichter, von 1983 bis 1989 Spielausschussvorsitzender und Schriftführer, in den 80er Jahren und wieder ab 2007 war er zuständig für die Presseberichterstattung. Der Ehrungsreigen ging weiter. Dieter Klein, Bezirksvorsitzender Baden-Baden, verlieh im Auftrag des Südbadischen Fußballverbandes die silberne Verbandsehrennadel an Erwin Striebel. Seit 30 Jahren ist er Geschäftsführer des Sportvereins, hat auch schon die silberne und goldene Vereinsehrenadel sowie die Ehrenmitgliedschaft. Auf viele Meilensteine des Sportvereins mit derzeit über 420 Mitgliedern blickte der erste Vorsitzende zurück. So erinnerte er an die Wiedergründung des Vereins nach dem zweiten Weltkrieg, 1946, an die erste Meisterschaft in der Kreisliga 1948/49 sowie an die höchste sportliche Leistung, die Meisterschaft 1958 und den damit verbundenen Aufstieg in die zweite Amateurliga. Heute unterhält der Verein Spielgemeinschaften in Jugend und Juniorinnen mit dem SV Neusatz, VfB Unzhurst, SV Sasbach, SV Sasbachwalden und SV Obersasbach. Weitere Eckpunkte waren der Bau des Clubheims 1970, des Spielfeldes 1958 und des Rasenplatzes 1995 auf dem heutigen Gelände des Sportvereins. Mit Bildern griff Rudolf Stange nochmals die Chronik des Vereins auf. Bürgermeister Oliver Rastetter schaute als Festredner in die Vergangenheit und Zukunft des Vereins. Neun Jahrzehnte habe sich der Verein kontinuierlich weiterentwickelt und sich auch von Rückschlägen nicht beirren lassen. Die Bandbreite der sportlichen Tiefen und Höhen reichten vom Abstieg in die Kreisklasse C bis zu zwei Aufstiegen in die Bezirksliga nach dem Aufstieg in die zweite Amateurliga in der Saison 1957/1958. Zwei Besonderheiten kennzeichnen den Verein. Einmal das nun 10 Jahre alte Minispielfeld sowie die 2004 gegründete Boule-Abteilung. Er lobte die Jugendarbeit des SV Laufs als wichtigen gesellschaftlichen Beitrag. Anfang und Ende seiner Rede glichen sich: „Fußball ist ein einfaches Spiel: 22 Männer jagen 90 Minuten einem Ball nach und am Ende gewinnt die SG Lauf/Obersasbach (am Anfang seiner Rede als schmunzelnder Ausflug in das Jahr 2108)“ und zum Schluss „und am Ende gewinnt Deutschland“ mit der Hoffnung, dass Deutschland wieder Fußballweltmeister in diesem Jahr wird. Dann überreichte er einen Getränkegutschein für alle Fußballerinnen und Fußballer sowie ein Glaswappen. Weitere Gratulanten waren Dieter Klein als Vertreter des Südbadischen Fußballverbandes, der die 90 Jahre selbstlose Arbeit im Dienste für den Fußball lobte, und Arthur Schmidt, Vorsitzender des FSV Kappelrodeck-Waldulm, für die Achtertalvereine, der je einen Ball von jedem Achertalverein überbrachte. Das Besondere an den Bällen: „Durch gutes Zureden gehen sie nur beim Gegner ins Tor“. Musikalisch wurde der Festakt von den „Klingenden Knallköpfen“ Daniel Gerhard (Trompete), Moritz Hensel (Tuba), Holger Lietzenmaier (Trompete), Dominik Kist (Waldhorn) und Simon Kist (Tenorhorn, Posaune) bravourös umrahmt. Mit dem Stück „Fußball ist unser Leben“ leiteten sie über zu dem gemütlichen Teil des Abends.

Auf dem Bild von links: Jochen Doninger (1. Vorsitzender), Johann Horeth, Erwin Striebel, Hubert Lang, Achim Serr, Franz Benkeser, Petra Erhard, Benjamin Hensel, Dieter Klein (BV), Bürgermeister Oliver Rastetter, Matthias Renz (2. Vorsitzender)

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