Englische Woche!

Vorschau SV Lauf I – FV Ötigheim I

22. April 2009 19.00 Uhr

Wenn nicht jetzt, wann dann? Diese Frage bringt die Situation der Grün-Weißen auf den Punkt, denn mit dem Heimspiel gegen den Tabellenletzten Ötigheim hat Lauf die Möglichkeit, nach vielen mageren Wochen, zu vielen sieglosen Spielen, in denen das in der Vorrunde angesammelte Punktepolster, wie Schnee in der Sonne weg geschmolzen ist, eine bitter notwenige Vollernte, in eine nur halb gefüllte Scheuer einzufahren.

Die Gäste haben in 24 Spielen gerade mal 3 Siege errungen, wobei ihr Wegweiser und Lichtquelle seit Monaten eine strahlend rot leuchtende Laterne ist. Der in den letzten Wochen vollzogene Trainerwechsel hat bei den „Telldörflern“ zu einem kurzen Aufflackern der Lebensgeister geführt, als im vorletzten Spiel nach schier unendlicher, erfolgsloser Zeit mal wieder gewonnen wurde. Doch bereits einen Spieltag später war mit der Niederlage in Ottenhöfen, wieder Schluss mit der Aussicht auf bessere Zeiten. Aus Sicht der Gäste betrachtet, ist das Spiel in Lauf wohl die allerletzte Möglichkeit, sich durch einen Sieg noch begründete Hoffnungen auf den Klassenerhalt zu machen.

Für die Platzherren ist dieses Spiel ebenfalls von grundlegender Bedeutung, denn bei einer Niederlage wird jedes weitere Spiel zu einer mächtig zittrigen, nervenaufreibenden Angelegenheit, wobei die derzeitige, etwas brüchige Zuversicht auf den Anschluss ins gesicherte Mittelfeld, von sorgenvollen Blicken auf die Abstiegsränge abgelöst wird. Im Klartext bedeutet das für die Bäuerle – Schützlinge, dass sie auf einen bis in die Haarspitzen motivierten, elektrisierten Gegner treffen werden, der um jeden Ball, um jeden Zentimeter Raumgewinn grenzwertig spielt, leidenschaftlich kämpft und sie selbst dasselbe tun müssen. Man braucht keine hellseherischen Fähigkeiten, um einen Spielverlauf vorherzusehen, in dem nicht das feine Florett die Akzente setzt; schwerer Säbel ist  wohl angesagt, um die Erfolgversprechenden Treffer zu setzen.

Im vorangegangenen Heimspiel gegen Bischweier mussten die Einheimischen in den letzten Spielsekunden noch den 1:1 Ausgleichstreffer hinnehmen. Das war zwar schlimm, doch die Bäuerle-Elf trat als kompakte Einheit auf, wirkte selbstsicher und stabil, bot gegen einen hochwertigen Gegner eine insgesamt ansprechende Leistung. Mit ihrer Spielauffassung machten die Einheimischen deutlich, dass ihnen der Ernst der Lage bewusst ist und man mit der derzeitigen Situation seriös umgeht. Genau diese Einstellung ist notwendig, um in dieser, für beide Mannschaften, Richtungsweisenden Auseinandersetzung  zu bestehen. 

Am 21. April. 19.00 Uhr spielen die Reserven beider Vereine gegeneinander.

JoHo

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