Kurioses Unentschieden zum Abschluss der Saison

A-Junioren SG Lauf – SG Ötigheim 3:3 (0:1)
Die letzte Bezirksligabegegnung vor der Sommerpause und gleichzeitig der Abschied für einige Spieler aus dem Jugendbereich der SG Lauf sollte trotz der Tatsache, dass es für beide Teams um nichts mehr ging, noch einmal hochspannend und sehenswert werden. Während sich die Gäste aus Ötigheim zu Saisonende auf dem zweitletzten Rang wiederfinden, dümpelt Lauf seit geraumer Zeit nur noch im Tabellenmittelfeld herum. Dennoch wollte man den Abschluss auf Seiten der Heimmannschaft auf jeden Fall positiv gestalten.

Von Beginn an zeigte sich, dass man an diesem Tag trotz hoher Temperaturen zu früher Zeit spielbestimmend und spielerisch klar besser sein sollte. Die SG Ötigheim wurde schnell in die eigene Hälfte zurückgedrängt und hatte mehrfach Glück, nicht in Rückstand zu geraten. Mitte der ersten Halbzeit wendete sich jedoch das Blatt, da die Gastgeber nun weniger investierten und mehr Freiräume ließen. So geriet man plötzlich aus heiterem Himmel selbst ins Hintertreffen, weil die Telldörfer ihrerseits mit einer fast makellosen Chancenverwertung glänzten und schließlich das 0:1 erzielten. Bis zur Pause hatte dann erneut Lauf klare Gelegenheiten zum Ausgleich, das gegnerische Gehäuse schien aber wie vernagelt.

Auch nach dem Seitenwechsel bot sich den Zuschauern exakt der gleiche Spielverlauf. Die SG Lauf drängte darauf, die Partie zu drehen, schaffte es allerdings nicht, den Ball im Netz unterzubringen. Das offensive Anrennen riss dabei natürlich einige Lücken in den eigenen Defensivverbund und wieder schlugen die Gäste eiskalt zu, dieses Mal sogar zweifach per Konter. Keiner der Beteiligten wusste wirklich, wie man bis zehn Minuten vor Schluss trotz klarer Dominanz mit 0:3 zurückliegen konnte, doch das Geschehen wurde noch kurioser. Auf einmal brachen auf dem Platz alle Dämme und Lauf schien das Toreschießen doch noch erlernt zu haben. Als das Spiel eigentlich schon gelaufen war trafen Johannes Herkert in der 83. und 86. sowie Marius Decker in der 87. Minute. Mit etwas mehr Glück wäre in der Nachspielzeit sogar noch der Siegtreffer möglich gewesen, am Ende trennten sich die Teams jedoch 3:3, ein Ergebnis, mit dem wohl keiner mehr gerechnet hatte.

„Etwas mehr Glück“ ist auch das Hauptschlagwort, wenn man sich vor Augen führt, was Lauf in dieser Runde zu einer besseren Platzierung als Rang 6 gefehlt hat. Dies lässt sich zum einen auf viele Ergebnisse beziehen. In 22 Begegnungen trennte man sich ganze 7 Mal mit einem Unentschieden, absoluter Höchstwert in der A-Junioren Bezirksliga Baden-Baden. Hinzu gesellen sich 6 Niederlagen, die größtenteils vermeidbar waren und oft auch der ständig aufgetretenen schwachen Chancenausnutzung zugeschrieben werden können. Dies schlägt sich auch im Torverhältnis nieder. Der drittbesten Abwehrreihe steht die drittschlechteste Offensive gegenüber. Auf der anderen Seite hatte man immer mit großen Verletzungssorgen zu kämpfen und konnte kein einziges Spiel mit dem kompletten Kader bestreiten. Nichtsdestotrotz hatte das Jahr auch seine Höhen, zu denen man vor allem den Derbysieg gegen den späteren Meister der SG Kappelrodeck-Waldulm/Oberachern zählen kann. Damit geht eine enorm durchwachsene Saison zu Ende, mit der man aber eingeschränkt zufrieden sein kann.

sb

Dieser Beitrag wurde unter Junioren veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.