SGL empfängt am Gründdonnerstag den SV Ulm

SGL I – SV Ulm I
am 17.04.2014 um 19.30 Uhr
„Alles Müller oder was?“ Nein, Müller ist nicht alles in der Gästeelf, schießt nicht alle Tore, aber die weitaus meisten. Seine Treffer sind das Kraftfutter, heizen seine Mitspieler an, sorgen für Erfolg. Als Defensivspieler muss man leidensfähig sein, wenn es gegen den SV Ulm geht. Die Wisser-Schützlinge schießen Tore am Fließband, können begeisternd aufspielen und fast immer, wenn das Spielgerät seine Ruhe im Netz findet, hat Vollblutstürmer Steven Müller seine Füße im Spiel.

Aus der Ferne betrachtet, ist es rätselhaft und schwer nachvollziehbar, dass die Gäste mit ihrem Offensivpotential, angeführt von ihrem Sturmdiamanten, es zulassen, dass Lichtenau, mit Abstrichen auch Weitenung, strahlend in höheren Sphären verweilen und manchmal gähnend dem hoffnungslosen Gerangel jener Mannschaften zuschauen, die ihnen die Plätze an der Sonne streitig machen wollen. Der Blick auf die Tabelle hilft weiter, hat Aussagekraft. Im Defensivbereich tun sich scheinbar doch mehr Lücken auf, als der Angriff zu öffnen vermag. Lücken, die den Status einer Spitzenmannschaft verhindern.

Im Vorspiel in Ulm konnte die SG kaum Angst und Schrecken verbreiten. Druckvolles, gefährliches Offensivspiel ging fast immer von Ulm aus. Trotzdem gelang Marco Reinbold in der frühen Spielphase ein Gewursteltor. Diese Führung hatte bis in die Schlussminuten Bestand, weil Torwächter Andreas Doninger den Herren Müller, Wisser und Friedmann keinen Erfolg gönnte. Assistiert wurde er hierbei von einem Philipp Zink, der Steven Müller an diesem Tag zur Verzweiflung trieb, ihm die Freude am Spiel nahm. Auch Thomas Oberle, Andreas Striebel und Christian Doninger wuchsen über sich hinaus. Damals war das Einbahnstraßenfußball pur. Völlig verdient, gelang Wisser kurz vor Schluss der Ausgleich.

Es wird also herb für die Retsch-Mannen. Arznei gegen diesen Druck ist extreme Laufbereitschaft, Verdichtung des Mittelfeldes, um Müller vom Spiel fern zu halten. Risiken und Nebenwirkungen bleiben trotzdem.

JoHo

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