SGL verliert 2:3 gegen Lichtenau

20131201_sgl1_lichtenau_02SGL I – FC Lichtenau 2:3
Sener Hacalar und Ergün Bilici machten den Unterschied. Bilici führte, gab Takt und Rhythmus vor, Hacalar haute auf die Pauke, brachte das Tornetz zum Schwingen, war der Siegesgarant. Die Retsch-Eleven boten nach mageren Wochen eine sehenswerte, respektable Leistung, mussten sich aber einer, von der Dominanz der genannten Herren profitierenden Elf, geschlagen geben.

Und so begann es: In Minute 5 waren die Gastgeber noch nicht auf Betriebstemperatur, wirkten abwesend und plötzlich stand Strafraumgespenst Hacalar allein vor Torwart Andreas Doninger. Der war hellwach, verhinderte mit einer Großtat den frühen Führungstreffer. Das war der Probelauf. Zwei Minuten später war er wieder da, erzielte ziemlich unbehindert und eiskalt seinen ersten Treffer. Ein Einschlag, der Folge des stärkeren Durchsetzungsvermögen – bereits im Mittelfeld – war.

Zehn Minuten später wurde Hacalar kurz vor der Strafraumgrenze gefoult. Bilici zirkelte den Ball über eine eher suboptimal postierte Mauer in den Winkel.

Dazwischen lag eine beeindruckende Demonstration (warum so selten?) der SG-Spielkultur. Adrian Hensel legte den Turbo ein, ging tempogeladen auf die Reise, wurde im richtigen Moment angespielt, ließ alles hinter sich, drang in den Strafraum ein, gab uneigennützig das Spielgerät zu dem perfekt mitgelaufenen Marco Reinbold. Der vollendete das Werk. Ausgangspunkt des Ausgleichstreffer war eine weite Flanke von Daniel Bäuerle, die sich über eine kurzfristig nicht wirklich souveräne Gästeabwehr auf den lauernden Daniel Retsch herabsenkte. Der Rest war für Retsch Formsache.

In Spielhälfte zwei flachte die Qualität des Spiels ab, es wurde mitunter nicklig. Unterm Strich wurde Andreas Doninger mehr als sein Gegenüber, Stephan Sick, gefordert. Die Gäste wollten, bissen sich aber immer wieder fest. Die Retsch-Schützlinge wollten auch, drangen aber auch nicht durch. Da war kein Spielfluss mehr, aber insgesamt hatten die Gäste mehr Spielanteile. Nur: das alles blieb lange folgenlos.

In solchen Verläufen schlägt die Stunde der Torjäger. Den hatte Lichtenau. Hacalar schoss in Minute 82 den Siegtreffer.

Im Vorspiel gewann die SG 1:0. Torschütze war Tim Wagner.

JoHo

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