SGL verliert Heimspiel gegen Weiternung

SGL – SV Weitenung 0:3
Was soll man sagen – das Spiel war vorbei und aus SG-Sicht hat man ein Nichts erlebt. Die Retsch-Schützlinge ackerten und rannten, hielten dadurch in der ersten Hälfte das Spiel einigermaßen offen, wirkten spielerisch doch arg limitiert. Benjamin Hensel deckte Torjäger Jonas Pietrowiak zu, Christian Doninger ließ Lukas Hettler kaum Raum zur Entfaltung, die Speerspitzen der Gäste blieben somit stumpf, das spielerische Übergewicht des Tabellenführers verpuffte wirkungslos.

Lediglich in den Spielminuten 38 und 44 wurde es für die SG brisant. Doch Tobias Brommer glänzte zweimal: Zunächst entschärfte er mit großartigem Reflex ein wuchtiges Geschoss aus ca. 12 Meter, danach ging er rechtzeitig auf Tauchstation, nahm einem durchgebrochenen, allein vor ihm stehenden und einschussbereiten Stürmer, den Ball vom Fuß. In Minute 17 nennenswertes vom Gastgeber: Spielertrainer Retsch und Cataldo Bananno nahmen Fahrt auf, setzten sich mit sehenswertem Doppelpass in Szene, nahmen mit einer Klasse-Flanke die weit aufgerückte Abwehr inklusiv Torwächter Michael Oser aus dem Spiel. Das Tor war leer, der Ball war frei, doch Marco Steimel donnerte mit Wucht über das Tor.

In Spielhälfte zwei war die Messe schnell gelesen. Haarsträubend ging es in Minute 52 auf die Verliererstraße: Sechs SG-Fußballschuhe standen nach einem Rollerball der Gäste unschlüssig herum, niemand trat den Ball. Ein Geschenk für Pietrowiak, der mutterseelenallein vollstrecken konnte. Der Gastgeber brach ein, die kräftezehrende Spielweise forderte ihren Tribut. In den Minuten 79 und 89 profitierten Hettler und Dominik Nürnberg von Kollektiv-Schwächen der Einheimischen, gaben mit ihren Toren dem Spiel den verdienten Sieger.

Lediglich einmal brannte es im Blau-Weißen Strafraum lichterloh, als der eingewechselte Tim Wagner mit einem grandiosen, finalen Pass seinen Trainer in Szene setzte. Retsch wurde im Strafraum festgehalten, riss sich los, wollte keinen Strafstoß „schinden“, brachte das Gerät aber nicht im Tor unter. Nicht nur in dieser Szene war zu beobachten, dass Pässe der Marke Wagner das SG-Spiel gefährlich machen können. Schiri Gerhard Siefermann bot eine runde Leistung.

JoHo

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