SVL empfängt Kuppenheim II

SV Lauf – SV Kuppenheim II

28. März 2010, 15.00 Uhr

Sieben Siege hat der SV Lauf seit Saisonbeginn im August 2009 errungen. Dieses Trostpflaster der süßen Erinnerungen mag die schwärende Wunde der lang anhaltenden Niederlagenserie ein wenig heilen, hilft aber nicht wirklich. Es ist nur dem enormen Niveauunterschied der aktuellen Bezirksliga zu verdanken, dass Lauf sich nicht in akuter Abstiegsgefahr befindet. Das Bezirksoberhaus besteht derzeit aus 4 bis 5 Mannschaften, die – mehr oder weniger begründet – noch Meisterschaftshoffnungen haben dürfen. Dann folgt ein leistungsstarkes, ziemlich gleichwertiges Mittelfeld, hinter dem wiederum 3 Mannschaften mit minimaler Punkteausbeute und akuten Abstiegssorgen platziert sind. Eine davon ist Kuppenheim II, derzeit mit 11 Punkten, auf Tabellenrang 14 der – 16 Vereine umfassenden – Liga. Mit dieser Mannschaft hat sich die Hock-Elf nun auseinanderzusetzen. Noch hat Lauf 11 Punkte mehr, aber eine Niederlage würde die Situation von Grün-Weiß richtig unbehaglich, den Kopf und die Beine schwer werden lassen. Die dann folgenden Spiele würden richtig kompliziert und von Leistungsminderndem Nervenflattern begleitet. Das sollte die Mannschaft sich selbst, ihrem engagierten Trainer und den vielen Anhängern nicht antun.

Im Klartext: Das Spiel ist Richtung weisend, erfordert unbedingten Sieges- und Leistungswillen. Die Gäste haben am vergangenen Spieltag gegen Muggensturm gewonnen, was hoch einzuschätzen ist und den klaren Willen bekundet, auch in der nächsten Saison Bestandteil der Liga zu sein. Ein Sieg in Lauf und in der Umsetzung des Willens ist ein großer Schritt getan. Lauf hat einmal mehr verloren, hat bei der Niederlage in Au viel zu lange den interessierten Beobachter gespielt, viel zu lange, langsam und behäbig im Mittelfeld agiert, war erst dann gleichwertig, als die Grundstrukturen der Niederlage offenkundig wurden. Führungsspieler, wie Stefan Weiser, Benedikt Schmieder, Jens Deschl haben den Ernst der Lage erkannt und dies durch ihre Leistung in Au kundgetan. Sie wissen aber auch, dass die Gesamtleistung ihrer Elf bei der Niederlage mehr als suboptimal, phasenweise unterirdisch war. Sie sind nun gefordert, auch verbal, ihren Kameraden den Weg zu weisen. Kein langes Lamento, mit Kampfgeist, Siegeswillen und klügerer Spielweise den desaströsen Abwärtstrend stoppen. Nur das die Devise und Grundlage für die anstehende Partie sein.

Im Vorspiel gewann Lauf mehr als verdient, erspielte sich dabei viele hochkarätige Möglichkeiten, ließ aber zuviel ungenutzt liegen. Diesen Luxus kann man sich nun nicht mehr leisten. Der Ausgang des Spiels wird mit Sicherheit auch davon beeinflusst, wie viele Spieler der Landesligaelf von Kuppenheim, die eigene Reserve verstärken können. Spieler wie Röder, Gottberg, Witte haben hohe Qualitäten und sind nur schwer zu kontrollieren. Unabhängig davon kann die Zahl der geschossenen Gästetore keinen Schüttelfrost produzieren. 16 erzielte Tore, in 18 ausgetragenen Spielen, zeugen beileibe nicht von explosiver Durchschlagskraft. Doch ein Tor gelingt fast immer und Grün-Weiß müsste dann mindestens zweimal ins gegnerische Netz treffen. Das gelang der Abteilung Attacke schon lange, sehr lange nicht mehr. Um genau zu sein: Es war am 11. Oktober 2009. Verdammt lang her.

JoHo

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