SVL empfängt Ottenau

SV Lauf I – SV Ottenau I
am 24. Oktober um 15.00 Uhr
Auf geht es Grün-Weiß. Aus dem fernen Murgtal reist Ottenau an. Weit ist der Weg – weit ist der Abstand zwischen dem Spitzenreiter und den Hausherren. Es scheint klar: die Favoritenrolle haben eindeutig die Spieler um Trainer Giovanni Marotta.

Der momentane Klassenbeste ist nach einem kurzen Tapetenwechsel wieder in das Haus Bezirksliga zurückgekehrt, hat sich sofort in der neuen, aber vertrauten Umgebung, eingelebt und lehrt nun eine Etage tiefer, seinen bekannten Nachbarn das Fürchten.

Jetzt ist Lauf dran. Gerade mit den Mannen um Stefan Weiser, hat der Ligaprimus noch ein gewaltiges Hühnchen zu rupfen. Als Aufsteiger hat Lauf vor zwei Jahren den bereits abgehobenen Titelfavorit zweimal geschlagen und im Schlussdrittel der damaligen Saison, mit dem Auswärtssieg an der Murg, die bereits programmierte Meisterschaftsfeier neu terminiert.

Das ist im Murgtal nicht vergessen, weil auf Ottenauer Seite die damaligen Akteure noch heute am werkeln sind. Sie heißen Marotta, Sen, Murr, Steimer, Laubenstein. Alexander Murr ist Dirigent, überragender Spielgestalter, talentierter Dribbler und schießt nebenbei auch wichtige Tore. Die anderen genannten Herren befördern mit der Regelmäßigkeit von Sonnenuntergängen den Ball in das gegnerische Netz. Gerade Murr spielt Woche für Woche wie im Rausch, war er doch in der Landesligasaison dauerverletzt, was mit Sicherheit den Abstieg begünstigt hat. Also Murr hat unbändige Lust und wird für tiefen Frust sorgen, falls er von einem Sonderbewacher nicht aus dem Spiel genommen wird.

Bei den Platzherren wird sich Stürmer Marco Reinbold überlegen, ob er seine inzwischen ausgemusterten Fußballschuhe aus dem Keller holen wird, denn sein damaliger Siegtreffer war eine Augenweide, als er per Direktabnahme eine weite Flanke, aus noch weiterer Distanz, in den Torwinkel wuchtete. Danach musste seine Elf noch über 80 Minuten schuften und zittern, um den Sensationssieg zu sichern. Der Tag, das grandiose Tor sind Legende. Es zählt das Heute. Auch ohne Kaffeesatzleserei, kann man den Hock-Eleven einen schweren Gang voraussagen Klar ist: Reinbold braucht mehr Vorlagen aus dem Mittelfeld. Ohne sie kann er – auch mit den alten Fußballschuhen – seinen Beitrag zur Niederlagenverhinderung nicht leisten, wird wie in Würmersheim, einsam, allein gelassen und ohne Ball sehnsüchtig aufs gegnerische Tor schauen.

Das Vorspiel beginnt um 13.15 Uhr.

JoHo

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