SVL empfängt Plittersdorf

SV Lauf I – FV Plittersdorf I

am 29. November 09 14.30 Uhr

Oh je, auch das noch; ausgerechnet jetzt gegen Plittersdorf werden Grün-Weiß Trainer Theo Hock und Spielausschussvorsitzender Jürgen Zimmer vor dieser Begegnung ihrer derzeit schwächelnden Mannschaft, gegen den Tabellenzweiten denken. Hinzu kommt, dass Lauf auch in Zeiten bester Verfassung gegen die Gäste vom Rhein fast immer verloren, an und ab Unentschieden gespielt, aber äußerst selten gewonnen hat. Dabei war es bedeutungslos, ob die Partie in heimischen Gefilden, oder in den Rheinauen stattfand. Siege gegen Schwarz-Gelb sind so selten wie ein Lottogewinn. Mit diesem Gegner ist es wie mit Rechnungen – sie kommen immer im falschen Moment. Es macht also wenig Sinn, Jeremiaden gen Himmel zu schluchzen.

Das Vorspiel verlor Lauf nach intensiver Gegenwehr und einer respektablen, ansprechenden Leistung mit 0:2. Die damaligen Gastgeber wurden ihrer Meisterschaftsfavoritenrolle gerecht und hatten nach dem Auftaktsieg – von wenigen Unterbrechungen abgesehen – lange Zeit in der Tabelle keine Mannschaft vor sich und den Rest der Liga hinter sich stehen. In den letzten Spieltagen wurde am glänzenden Lack, sowie am Image der Elf von Spielertrainer Thomas Stupfel kräftig gekratzt. Glanzlose Siege, mühselige Unentschieden und zuletzt gar Niederlagen in Muggensturm und Au am Rhein, sind die traurige Bilanz der letzten Wochen. Plittersdorf musste mittlerweile aufgrund dieses Einbruchs die Tabellenführung an Bühlertal abgeben. Die Mannschaft kaut offensichtlich schwer daran, dass Klassestürmer und Torgarant Dominik Kraus schon seit Wochen verletzungsbedingt fehlt. Bei einer Elf, die ohnehin wenig Tore schießt (auch Lauf hat mehr Treffer erzielt), wiegt dieser Ausfall doppelt schwer. Im Moment tragen sich Mittelfeldspieler wie Fenske und Köppel in die Torschützenliste ein. Torlieferant Richard Geist, der im Vorspiel beide Tore gegen Lauf schoss, spukt derzeit harmlos im gegnerischen Strafraum herum, wirkt nicht wie ein böser Geist, trifft äußerst selten ins gegnerische Tor. Keine Frage, die Gäste sind angeschlagen, haben eine Offensivblockade, stehen unter enormem Druck, verfügen aber über einen herausragenden Defensivblock, der die wenigsten Gegentore aller Bezirksligisten zugelassen hat.

Die Hock-Schützlinge ihrerseits reißen derzeit auch keine Bäume aus, sind seit Wochen erfolglos, verbreiten wenig Glanz. Man darf gespannt sein, welche der beiden Kontrahenten eher in der Lage ist, die eigene Misere zu beenden, sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf zu ziehen. Es braucht keine hellseherischen Fähigkeiten, um vorherzusagen, dass es ein mühseliges, verkrampftes Spiel geben wird. Gelingt es den Platzherren, die Leistung der ersten 65 Minuten aus dem vorangegangenen Spiel gegen die starke Elf aus Bad Rotenfels auf die gesamte Spieldauer auszudehnen, muss ein Remis nicht utopisch sein. Schaffen es Jens Deschl, Benedikt Schmieder und Matthias Ams, die Fenske, Köppel und Geist vom Laufer Gehäuse fern zu halten und werden schon im Mittelfeld die Räume eng gemacht, ist der erste Schritt zu einem Teilerfolg schon getan. Tore gegen diese Defensivkünstler zu erzielen, wird sehr, sehr schwer. Man wird sehen.

Das Vorspiel bestreitet Lauf II um 12.45 Uhr

JoHo

 

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