SVL empfängt Tabellenführer Hügelsheim

SV Lauf – TuS Hügelsheim
am 11. September 2011
Zappenduster sieht es derzeit bei Grün-Weiß aus. Vier Spiele, davon drei verloren, ergeben ein mickriges Pünktchen als Einzahlung auf das Konto, das insgesamt schaurig rote Zahlen ausweist. Keine Frage, Lauf ist auf rasanter Talfahrt, taumelt und torkelt dem letzten Tabellenplatz entgegen. Tiefpunkt der Misere war das Ausscheiden im Bezirkspokal beim Tabellenletzten Baden-Oos während der Woche.

Eine Klasse tiefer, spielte das letzte Aufgebot an der Oos, während Trainer Hillert Ansichtskarten aus Urlaubszielen studieren, oder SMS-Nachrichten von abwesenden Spielern entziffern musste, die verletzt oder berufsbedingt fehlten, falls er denn welche erhalten hat. Es war noch nie so einfach, in der ersten Mannschaft des SV zu spielen, wie an jenem Abend. Eine Klatsche folgte, die mit Sicherheit weiter zur Verunsicherung, Frust und Resignation führen wird.

Die Herkulesaufgabe gegen den Tabellenführer mit den Torgaranten Treiber, Schuller, Bober wird dadurch nicht leichter. Es kann bei dieser Auseinandersetzung nur darum gehen, die Niederlage in erträglichen Grenzen zu halten, um weiteren Frustaufbau zu vermeiden. Parallel ist unbedingt erforderlich, dass die für den Spielbetrieb Verantwortlichen, Ursachenforschung betreiben müssen. Es war klar, dass Grün-Weiß nach dem Abstieg und dem Abschiedsgruß der Spieler Weiser, Schmieder, Lang und Zimmer, die tragenden Fundamente des Spiels verloren hat und vor einer schwierigen Saison steht. Aber so miserabel wie das Erscheinungsbild des Flaggschiffes des Vereins derzeit ist, kann das verbleibende Spielerpotential nicht sein.

Hier liegen die Ursachen tiefer. Klar ist aber auch, dass es zu billig und zu bequem ist, alles auf den Trainer zu schieben. Die Zeit drängt, die Baustellen sind vielfältig und vielschichtig. Es gibt viel zu tun. Taktikgefasel erübrigt sich. Klare  Ansagen der erfahrenen, zuverlässigen Spieler wie Jens Deschl, Marco Reinbold, Andreas Striebel, Philipp Zink, vom Spielausschussvorsitzenden Doninger in die eigene Kulisse sind gefragt. Selbstkritik, eigene Nabelschau und Kritikfähigkeit sind gefragt. Führung auf dem Platz, Führung von außen sind gefragt, sowie Spieler, die sich mit Mannschaft und Verein identifizieren. Fußball ist keine Spielwiese für Memmen und kein Freizeitvergnügen, das erst an vierter oder fünfter Stelle rangiert. Es ist hohe Zeit, denn sonst verlieren die vielen Spieler, die mit unabdingbarer Freude und Spaß, das Spiel mit der Kugel angehen, ihre Lust. Auf Dauer führt dies zur Hoffnungs- und Perspektivlosigkeit. Es ist Zeit für notwendige Änderungen, für zukunftsfähige Weichenstellungen.

JoHo

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