SVL empfängt Würmersheim

SV Lauf I – FV Würmersheim I
am 30. April 2010 um 17.00 Uhr
Es war einmal … so beginnen viele Märchen, mit denen auch heute noch Kinder in die Welt der Phantasie geführt werden. Es war einmal, da hat auch Grün-Weiß gewonnen, aber das ist schon lange her und kaum zu glauben. Interimstrainer Matthias Renz wird nicht zum Märchenerzähler, wenn er mit tibetanischer Gebetsmühlenmentalität in die Köpfe seiner Elf dringt und eindringlich erklärt, dass sie immer noch Chancen auf den Klassenerhalt hat.

Warum das so ist, ist wirklich kein Märchen, sondern ein kleines Wunder: Die Abstiegskonkurrenz gewinnt auch nicht. Aber: das muss so nicht bleiben. Ein Sieg von Lichtental oder Kappelrodeck und eine Heimniederlage von Lauf gegen Würmersheim, oder gar noch im zweiten Heimspiel 3 Tage später gegen Sandweier würde jede gut gemeinte, Hoffnung versprühende Ansprache, wirklich zum Hirngespinst mutieren. Siege müssen wieder Wirklichkeit werden.

Lauf hat in Kuppenheim nicht enttäuscht, hat alles gegeben, sich selbst nicht aufgegeben, doch wie fast immer: am Ende stand die Null. Null Tore, Null Punkte. Soll nach den nächsten 90 Minuten das Punktekonto aufgestockt sein, wird man in der Auseinandersetzung mit den Blau-Schwarzen, zunächst auf die Torjäger Baumann und Linsin achten müssen. Baumann hat allein gegen Sandweier und Ottersweier 5 Tore geschossen. Dieser Vollblutstürmer weiß,  wo der Hammer hängt, ebenso wie Linsin, der ihm kaum nachsteht. Diese beiden aus dem Spiel zu nehmen, ist die eine Herkulesaufgabe. Die nächste ist, selbst Tore zu schießen, was noch schwerer ist. Als Mutmacher kann hier Marco Reinbold wirken, der, nach langem verletzungsbedingten zuschauen, in Kuppenheim eingewechselt wurde. Mit seiner Einwechslung hatte das Laufer Offensivspiel sofort eine wesentlich höhere Qualität, wurde unberechenbarer und druckvoller. Es liegt auf der Hand, dass nach so langer Spielabstinenz, an und ab, noch die Wucht in seinen Aktionen fehlte. Er wird auch in dieser Begegnung noch nicht  auf persönlichem Höchstniveau spielen, doch mit ihm, hat Grün-Weiß bedeutend höhere Qualität. Stefan Weiser, Peter Zimmer und Michael Lang können nun variantenreicher agieren. Die Defensivqualitäten von Benedikt Schmieder, Patrick Huth, Jens Deschl und Phlipp Zink reichen nämlich nicht, um auf Dauer ein Spiel offen zu gestalten.

Grün-Weiß muss sich mehr, und vor allen Dingen länger, im gegnerischen Feld aufhalten. Würmersheim ist keine Übermannschaft, hat sich aber in den letzten Wochen deutlich vom Tabellenende abgesetzt. Vielleicht kann Lauf nach dieser Begegnung auch ein paar Schritte auf diesem Weg gehen. Man wird sehen.

Das Vorspiel beginnt um 15. 30 Uhr.

JoHo

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