SVL erkämpft Unentschieden gegen den Tabellenführer

SV Lauf I – SV Ottenau I 0:0
Ein immer spannendes, aber faires Spiel kochte in der 92. Minute über. Der überzeugende Schiedsrichter Schwabenland konnte nicht ahnen, dass die berechtigte Zeitzugabe die Eruption,  eines 90 Minuten unter der Arena kochenden Vulkans, möglich machen sollte.

Unmittelbar zuvor, war ein wuchtiges Geschoss von Peter Zimmer im ICE-Tempo auf dem Weg ins Netz, wurde aber von einem danach taumelnden Gästespieler per Kopf gestoppt. Ebenso waghalsig gingen Augenblicke später SVL-Torhüter Andreas Doninger, sowie, der nach einer intensiven Formflaute immer stärker werdende, Philipp Zink zu Werke, als nach einem Lattentreffer der Ball ca. 2 Meter vor dem Grün-Weiß Heiligtum, zwischen mehren Gästestürmern, umher irrte. Beide Laufer warfen ihre Körper hinein ins Getümmel, gaben dem Ball die entscheidende Richtung: weg vom Tor.

Zwei unmittelbar aufeinander folgende Extremsituationen, die – je nach Perspektive – Freude oder Frust verursachten. Bei Gästespieler David Steimer überwog auf jeden Fall der Frust, weil er Sekunden später nicht das Spielgerät, sondern auf den unschuldigen Grün-Weißen Patrick Huth trat. Steimer blickte deswegen in die rote Karte. Mehrere Spieler sahen ohne Karte rot, ein Palaver folgte. Es wurde intensiv diskutiert. Überzeugend war die Wortwahl offensichtlich nicht überall, denn die Hände wurden zur Unterstützung rhetorischer Schwachstellen eingesetzt. Der Schiri holte dann wieder den roten Karton aus der Tasche. Rot schimmerte es vor den Augen des Grün-Weißen Akteurs Michael Lang, sowie einem Gästespieler  Danach wurde es ruhiger. Auch so können zwei Minuten Nachspielzeit genutzt werden, denn nach der roten Welle war das Spiel vorbei.

Die Zuschauer erlebten ein sehenswertes Fußballspiel mit hohem Bezirksliganiveau. Die Gäste waren im Spiel ohne Ball besser, schufen sich so immer wieder Freiräume, bewiesen mit einer durchdachten Spielanlage, dass sie berechtigt auf Platz 1 stehen. Doch Jens Deschl, Benedikt Schmieder, Daniel Schmidt sowie Patrick Huth glänzten mit souveränen Leistungen gegen die spieltragenden Gästefiguren Murr, Sen, Steimer und Ebler, nahmen sie mehr oder weniger prägnant aus dem Spiel.

Chancen gab es für beide Mannschaften. In Spielminute 40 hebelte Murr mit einem exakten Pass in die Nahtstelle Laufs Abwehr aus. Hornung war allein vor Doninger, schoss aber überhastet am Gehäuse vorbei. 4 Minuten danach brachte ein kluger Pass Deschls, Laufs Speerspitze Marco Reinbold in beste Schussposition. Warum dieser nicht seinen starken linken, oft bewährten Fuß nutzte, stattdessen mit rechts einen schwachen Querschläger produzierte, weiß – wenn überhaupt – nur er. Der SVL bewies auch in der zweiten Hälfte großartige Moral, hielt das Spiel offen, hatte wie die Gäste noch Torchancen. Das torlose Remis spiegelt vieles wider.

Lauf II verlor 0:3.

JoHo

Dieser Beitrag wurde unter Senioren veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.