SVL fliegt aus dem Bezirkspokal

FV Ottersdorf – SV Lauf 3:0 (1:0)

Schlimmer geht es nimmer: nach einer indiskutablen Leistung wurde die Hock-Elf, mehr als verdient, von Gastgeber Ottersdorf aus dem Bezirkspokal gekegelt. Was in den letzten Spielen augenfällig zutage trat, kulminierte in den 90 Minuten bei den zwei Klassen tiefer spielenden Kontrahenten zu einem Dokument der Hilflosigkeit, Ratlosigkeit, bis hin zur Selbstaufgabe. Die Mannschaft steckt in einer tiefen Krise, ist total verunsichert. Lediglich Torhüter Andreas Doninger stand wie ein Fels in der Brandung, hielt souverän, was zu halten war, hatte als einziger seiner Elf Bezirksliganiveau.

Dabei hatte es so schlecht gar nicht begonnen. Die Grün – Weißen begannen energisch, ließen einen euphorisierten Gegner nicht ins Spiel kommen, wollten die dürftigen Leistungen der letzten Wochen vergessen machen. Es wurde schneller gespielt, nach Balleroberung Druck aufgebaut. In der 6ten Spielminute dann die erste Großchance für Lauf. Ein schneller Pass aus dem Mittelfeld, brachte Christian Bartnick in beste Schussposition. Er hatte Zeit, stand allein vor dem Torwart, hatte auch die Alternative auf noch besser postierten Weiser zu spielen. Bartnick schoss selbst und den Tormann an. Der Abpraller fiel Stefan Weiser vor die Füße. Dieses Mal flog der Ball am Tor vorbei. Als diese Sternschnuppe am Nachthimmel verglüht war, wurde es um die Hock – Elf dunkel, der Rückfall in die gravierenden Mängel der letzten Wochen begann. Ottersdorf hatte den Schreck der riesigen Laufer Möglichkeit schnell verdaut, legte noch eine Schippe drauf und die Demontage von Grün – Weiß nahm ihren Lauf. Lediglich Andreas Doninger hielt seine Elf im Spiel, verhinderte lange Zeit den hoch verdienten Führungstreffer des Gastgebers. Beim Führungstreffer in der 21 Minute spielte die ganze linke Mittelfeld/ u. Abwehrseite den interessierten Beobachter. Gravierende Stellungsfehler, mangelnder Einsatz wurden konsequent bestraft.

In der zweiten Halbzeit musste Benedikt Schmieder  verletzungsbedingt in der Kabine bleiben. Danach wurde es richtig grauselig. Ein bissiger Gastgeber, der siegen wollte, gewann mühelos die meisten Zweikämpfe, und schoß dann begünstigt durch haarsträubende Fehler im gesamten Mittelfeld/Abwehrverbund die Tore zwei und drei. Lauf verfiel vollkommen in den Trott der letzten erfolglosen Wochen, spielte lieber quer und zurück, als nach vorne. Zögerlicher Spielaufbau, Ball halten, dribbeln in unnötige Zweikämpfe gehen, die man ohne hin verlor, prägten das Spiel der Laufer Elf. Auch Laufs Galionsfigur und Führungsspieler Weiser verfiel diesem Virus, verzettelte sich oft und nahm immer wieder das Tempo aus dem Spiel.

Fazit: Im Spiel der Hock-Elf gibt es viele Baustellen. Besonders geschädigt ist das Herzstück Mittelfeld. Gelingt es nicht, diese Schwächen abzustellen, werden Erfolge so rar sein, wie ein Lottogewinn.

JoHo

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