SVL gewinnt 3:1 gegen Greffern

SVL I – TuS Greffern I 3:1 (1:0)
In der zwanzigsten Minute musste Grün-Weiß Trainer Michael Bäuerle mit einem lauten „Männer, wacht endlich auf“, seine Elf aus einem mittleren Dämmerzustand in die Tageswirklichkeit zurückrufen. Die Platzherren wirkten danach zwar wacher, aber nicht besser. Selbst der sehenswerte Führungstreffer von Stefan Weiser, der einen wuchtigen, von Dominik Frank geschlagenen Eckball, mit feinster Schusstechnik ins Netz donnerte, brachte keine Besserung.

Die Gäste witterten Morgenluft, spielten ansehnlichen, flüssigen Kombinationsfußball, waren oft einen Tick schneller, hielten das Spiel mehr als offen. Im Spiel ohne Ball waren sie lange Zeit schlicht und einfach besser. Herausragend ihre  Offensivspieler Aydogan und Wörther. Diese wirbelten zwar gehörig, blieben aber zu oft ohne ebenbürtige Unterstützung. So wurde kaum Druck aufgebaut.

Die Pause wurde von der Heimelf offensichtlich zu anregenden Gesprächen genutzt, denn Spielhälfte zwei verlief völlig anders. Die Platzherren waren Chef im Ring, die Rollen zwischen Koch und Kellner klar verteilt. In Spielminute 58 öffnete ein weiter Ball von D. Frank den Raum für Benedikt Schmieder, der auf der rechten Außenbahn alles abschüttelte und einen Zuckerpass auf den mitdenkenden und mitgelaufenen Marco Steimel schlug. Dieser donnerte die Kugel mit Wonne ins Gehäuse.

Es war die Vorentscheidung. Danach rückten die Gäste auf, bemühten sich, aber entblößten sich dabei. Es gab Raum für das Laufer Angriffsspiel. In den Spielminuten 67, 68, 75, 88 und 89 kreierten Weiser, Schmieder, Frank und Steimel herrliche Spielzüge, die zu hochkarätigen Einschussmöglichkeiten führten. Wie schwierig es mitunter ist, denn Ball dann auch an seinen Bestimmungsort zu senden, demonstrierten Thomas Oberle, Michael Lang, St. Weiser und Adrian Hensel. Bei allen Möglichkeiten war Unbill im Spiel. Entweder war der Ball zu tückisch, die Latte zu nieder, der Kopfball zu schwach, die Schüsse zu unplatziert. Alle Möglichkeiten hatten aber eines gemeinsam: Der Gegner hatte auf den Ball keinen Zugriff mehr. So musste ein Eckballgeschoss von Dominik Frank die Grundlage zum dritten Gastgebertreffer schaffen. Die Wucht des Balls, die Bedrängnis durch M. Steimel hatten die Folge, dass Gästetorwart Sven Hangartner, den Ball mittels Faustabwehr in sein, ansonsten von ihm großartig behütetes, Heiligtum lenkte.

Der Ehrentreffer der Gäste durch einen Distanzschuss von Aydogan war verdient, aber auch begünstigt durch einen  Großteil der Platzherrendefensive inklusive Torwächter Andreas Doninger. Sie ließen wohlwollend Aydokan gewähren. Der Laufer Sieg ist verdient.

Die Platzherren haben noch einen langen Weg zum Ziel Klassenerhalt. Dorthin ist es nun etwas leichter und die Füße weniger schwer. Schiedsrichter Günter Ernst war für diesen puren Abstiegskampf der geeignete, weil ruhig und gelassen pfeifende, Spielleiter.

JoHo

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