SVL gewinnt 4:1 gegen Ottersweier

SV Lauf I – FV Ottersweier I 4:1 (1:0)
Melancholie im Sonnenschein. Abschied von der Bezirksliga, Abschied von herausragenden Spielern. Stefan Weiser, Benedikt Schmieder, Michael Lang wollen nicht mehr, Peter Zimmer will in Lauf nicht mehr. Schallender Abschiedsapplaus, verdiente Dankesworte an dieses Quartett. Es spricht für die Anhänger und Mannschaft der Gäste, die Sportgeist und Niveau bewiesen, kräftig mit applaudierten.

Danach ging es aber gleich zur Sache. Leidenschaft, Siegeswille, Prestigedenken vertrieb die Melancholie. Die Gäste wirkten spielerisch ebenbürtig, offenbarten aber beträchtliche Schwächen im Zusammenwirken des Defensivverbundes. Speziell in Halbzeit eins konnte Benedikt Schmieder seinen Bereich im vorderen Mittelfeld zur Wohlfühlzone einrichten. Er nutze diese Annehmlichkeiten gründlich, setzte mit klugen Pässen, schneller Spieleröffnung Hensel, Lang, Weiser in Szene, die kreierte Chancen ungenutzt ließen. In Spielminute 21 setzte Weiser einen Freistoss platziert auf den Kopf von Schmieder, der gewährten Freiraum in einen Treffer ummünzte. Diese Situation war symptomatisch, ließ erkennen, dass die Gäste bei Flanken, Freistößen, Eckbällen im erweiterten 5meterraum, Schwächen Defizite aufwiesen.

In der 51 Minute wurden die Laufer Abschlussschwächen vorübergehend abgestraft, denn Martin Resch, einer der auffälligsten Gästeakteure, setzte einen berechtigten Strafstoß eiskalt in die Maschen. Die Zweikämpfe zwischen ihm und Philipp Zink gehörten zu den Höhepunkten des Spiels, waren leidenschaftlich, zuweilen giftig. Da trafen zwei aufeinander, die gewinnen wollten.

Die zweite Hälfte war von großen Momenten einzelner Laufer Spieler geprägt. Weiser und  Schmieder krönten ihre Abschiedsgala. In den Spielminuten 85 und 90 schoss Schmieder sein zweites Tor und Weiser demonstrierte feinste Fußballkost. Es war zum Zunge schnalzen, als er fast waagrecht in der Luft liegend, eine Deschl-Flanke mit unendlichem Ballgefühl in die Maschen legte. Dazwischen lag in Spielminute 57 der Kopfballtreffer von Jens Deschl, der sein erstes Bezirksligator erzielte. Seine persönliche Premiere, begleitet von unbändigem, eigenem, sowie lautem Jubel der Grün-Weiß Anhänger.

In Spielminute 54 wirbelten die Gäste mit schneller Kombination durch Laufs Defensive. Der eingewechselte Sebastian Pfeifer haute den Ball wuchtig auf das Gehäuse. Andreas Doninger reagierte mit einer blitzschnellen Faustparade. Mehr Aufregung hingegen hatten die Gäste in den Spielminuten 61, 82, 83 und 84 durchzustehen. So klatschte ein Adrian Hensel-Kopfball an den Pfosten, Weiser, Schmieder, scheiterten nach blitzsauberen, von Lang und Christian Bartnick eingeleiteten Kombinationen, an sich selbst oder an Gästetorwart Philipp Gushurst. Der Sieg für die Renz-Schützlinge ist verdient.

Lauf II verliert 1:4. Torschütze war Nikolas Kaltenbach.

JoHo

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