SVL gewinnt gegen Kuppenheim

SV Lauf – FV Kuppenheim II 1:0 (1:0)

am 3. Mai 2009

Mit Beginn des Spiels wurde deutlich, dass die Bäuerle-Schützlinge die richtigen Lehren aus dem Hinspiel, in dem man in den ersten zwanzig Minuten zum Statisten degradiert wurde, gezogen hatten. Die Gäste wurden bereits weit in ihrer eigenen Hälfte im Spielaufbau nachhaltig und empfindlich gestört, hatten somit nicht den Raum und die Zeit ihren herausragenden, druckvollen Kombinationsfußball aufzubauen, die Souveränität ging verloren. In Spielminute 11 setzte sich der lange Zeit, Spielfreude und Energie ausstrahlende Dominik Frank, nicht zum ersten und letzten Mal auf der rechten Außenbahn durch, schlug eine scharfe, präzise Flanke auf den rechtzeitig mitgelaufenen Marco Steimel, der aber die schlechteste und schwierigste Alternative wählte. Sein wuchtiger Schuss übers Tor erwies sich allein schon deswegen als Rohrkrepierer, weil Ballannahme und überlegtes Schieben in die freien Torräume zum gewünschten Ergebnis geführt hätten.

Wenige Minuten später war sein Verhalten optimal, als er Benedikt Schmieder bei dessen Tor mit einem präzisen Abspiel assistierte. Zuvor hatte sich Schmieder im Mittelfeld mit Leidenschaft den Ball erkämpft, lief schnurgerade auf den Strafraum zu, der Passwechsel mit Steimel folgte, der Rest war ein präziser Schuss, fast erdrückende Umarmungen, Jubel und Führung für Lauf. Zwischen Spielminute 28 und 31 überstürzten sich die Ereignisse, das Spiel wurde zum Krimi. Zunächst schnappte sich Dominik Röder, der sich relativ selten klar gegen Mario Kaltenbach durchsetzen konnte, im Mittelfeld den Ball, lief mit unbändiger Kraft aufs Laufer Heiligtum zu, ein Gewaltschuss folgte, ebenso eine prächtige Faustabwehr, wobei der Ball wieder bei Röder landete und dessen zweiten harten Versuch wehrte Torwart Andreas Doninger zur Ecke ab. Kurz danach eine erneute Glanztat Doningers, als er einen technisch brillant ausgeführten Freistoss von Tobias Grossmann zur Ecke lenkte. Zwischen diesen beiden Chancen der Güteklasse 1a, hatte Stefan Weiser eine schnelle, Ziel führende Kombination zwischen ihm, M. Steimel, D. Frank mit einem Tor abgeschlossen. Mit einem zwar lauten Pfiff, aber einer falschen Abseitsentscheidung, wurde die Freude vergällt, der Führungsausbau verhindert. Danach wurde das Spiel für längere Zeit etwas seichter, die Gäste hatten mehr Spielanteile, doch richtiger Druck sieht anders aus.

Endgültig auf die Verliererstraße wurde Kuppenheim durch die rote Karte für den brandgefährlichen Großmann geschickt. Durch die vielen verlorenen Zweikämpfe gegen den, wie ein Magnet an ihm hängenden Jens Deschl, gestresst und genervt, ließ er sich zu Frustfouls und verbalen Attacken gegen den Schiedsrichter hinreißen. Lauf hatte zwar noch Chancen, war aber einmal mehr im Sturmzentrum zu unentschlossen. Richtig gefährlich wurde es hier nur, wenn Stefan Weiser und der erneut überzeugende Peter Zimmer Akzente setzten. In der 71. Minute hielt Laufs Torwächter einen platzierten Buhlinger – Freistoß. Kuppenheim bäumte sich zwar weiter auf, ließ nicht nach, aber Angst einflößend war das nicht. Selbst in der Nachspielzeit, kontrollierten die Grün-Weißen das Geschehen, was nach den Erfahrungen beim Schlusssekundenausgleich in Muggensturm nicht selbstverständlich war.

JoHo

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