SVL gewinnt gegen Muggensturm

SV Lauf I – FV Muggensturm I 2:1 (0:1)

am 20. September 2009

Es war zwar nicht Wilhelm Tells Geschoß, aber in Bezug auf Präzision, Wucht, punktgenaues Treffen, braucht der in Spielminute 86 erzielte Siegestreffer von Mario Kaltenbach den Vergleich mit dem berühmten Apfeltreffer nicht zu scheuen. Wie Kaltenbach einen  Stefan Weiser – Eckball direkt in den Winkel wuchtete, war sehenswert, Genuss pur, sorgte für Laufer Glückseligkeit und Hilflosigkeit beim herausragend haltenden Gästetorwart Alex Lang.

Es war ein Spiel der Paukenschläge. Denn bereits in der zweiten Spielminute watschten die Gäste Lauf kräftig ab, als Andre Nuß ebenso technisch perfekt und direkt eine präzise Flanke von Alexander Schneider zum unhaltbaren Führungstreffer für seine Farben einschoss. Bei Entstehung und Abschluss dieser Aktion war die Defensivabteilung der Platzherren – wie im Theater – noch auf der Suche nach den Plätzen. In der Zeit zwischen diesen grandiosen Momenten bekamen die Zuschauer ein phasenweise höchst lebendiges, mitunter spannendes, sehenswertes Spiel zu sehen. Die Gäste wirkten oft spritziger, bisweilen aggressiver, hatten in der Balleroberung und Spieleröffnung Vorteile, konnten daraus aber zu wenig Kapital schlagen, weil die Hock-Schützlinge mit hoher Laufbereitschaft, taktischer Disziplin viel Druck aus den Aktionen der Gäste nahmen.

Die ersten zwanzig Minuten gehörten den Gästen. Eine feine Einzelleistung von Marco Steimel, der nach einem energiegeladenen Solo durch das Mittelfeld mit einem wuchtigen Schuss die Fäuste von Torhüter Lang malträtierte, markierte das Ende der Gästedominanz. Danach ergaben sich nach Eckbällen und Doppelpässen Chancen für Erdoan Hokacu, Peter Zimmer und Christian Bartnick, doch blieb alles ungenutzt. Vor der Pause hob Weiser zu einem grandiosen Solo ab, wurde aber von Gästeakteur Nuß, der mit enormer Kraft die Qualität und Reißfestigkeit des Weiser-Leibchens prüfte, an einem Erfolgsversprechenden Abschluss gehindert.

Da Lauf im Sturm insgesamt zu drucklos spielte, ein Verwerten der zweiten Bälle nicht stattfand, nahm Dominik Frank in Spielminute 46 den Ball an seinen Fuß, startete mutig ein von ihm bis dato ungewohntes Dribbling und schloss dieses mit einem trockenen, platzierten Schuss zum Ausgleichstreffer ab. Danach kam Lauf zu einem Chancenplus, weil der herausragend spielende Benedikt Schmieder, – im Verbund mit Matthias Ams – nichts anbrennen ließen und zusammen mit dem immer stärker in den Fokus rückenden Peterr Zimmer, der auf der linken Außenbahn immer stärker wurde, Druck aufbauten. Erst in Minute 86 war der Bann durch Kaltenbachs Gala gebrochen. In Spielminute 90 hielt Laufs Schlussmann Andreas Doninger den Sieg fest, als er einen genau gezirkelten Freistoß von Felix Lang über das Gehäuse lenkte. Das war es dann.

Lauf II verlor 1:2. Torschütze war Jonas Kaltenbach.

JoHo

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