SVL gewinnt gegen OSV Rastatt

SV Lauf I – OSV Rastatt I 1:0 (0:0)

am 25.10.09

Puszczewicz, Brzeziczek; während einige Namen der gegnerischen Spieler manch badische Zungen zum Brechen bringen können, verursachten deren Träger mit ihren Beinen in der Anfangsphase des Spieles manches Kopfzerbrechen in Laufs Spielerreihen. Die Gäste waren in der Spieleröffnung besser. Mit schnellem, schnörkellosen Spielaufbau waren sie in Windeseile vor Torwart Doninger, hatten, glasklare Chancen zu einer vorzeitigen Entscheidung, fanden aber dabei im einmal mehr herausragenden Torwart Andreas Doninger ihren Meister. Er allein hielt mit seiner überragenden Leistung die Platzherren überhaupt im Spiel. Er parierte Schüsse – auch aus Nahdistanz – in den Spielminuten 7 und 16.

Die Hock-Schützlinge kamen nur sehr schwer auf Touren, waren in der Eröffnung zu langsam. Quergeschiebe, Sicherheits- und Fehlpässe konnten die spürbar verunsicherte Gästeabwehr, die am letzten Spieltag gegen Muggensturm bei sieben Gegentoren regelrecht demontiert wurde, nicht erschüttern. Nicht nur in dieser Phase war seh- und spürbar, dass sich das wochenlange Fehlen mehrerer Stammspieler auswirkt, denn einigen Akteuren fehlt die geistige Frische. So spielten gegen Rastatt mit Jürgen Biniok und Frank Baumert zwei Akteure der Laufer  AH-Abteilung mit, die mit ihren Leistungen maßgeblich zum Sieg beitrugen. Ihnen standen mit Tobias Weisenbach, Daniel Schmidt, zwei A-Jgd.-Spieler zur Seite, die vielversprechende Ansätze zeigten. Einmal mehr lagen zwischen dem Ältesten und jüngsten eingesetzten Spieler 24 Lebensjahre.

In den Spielminuten 27 und 34 dann die ersten hochprozentigen Möglichkeiten für Lauf, als Erduan Hokacu bei einer präzisen Christian Bartnick Flanke nicht antizipierte, dass auch Torwart Marcus Amschlinger den Ball passieren lässt. Der Ball war frei, das Gehäuse leer, die Möglichkeit blieb ungenutzt. Dasselbe war auch nach einem Peter Zimmer Freistoss der Fall. Der Gästeschlussmann ließ den Ball genau vor die Füße von Biniok prallen, doch der kam die berühmte Fußspitze zu spät.

In der zweiten Hälfte nahmen sich die Gäste selbst aus dem Spiel. Gregor Mrozowski motzte trotz schon erhaltener gelber Karte weiter und sah dann rot. Diese beeindruckende Farbe sah dann in der 75. Minute auch Walter Fuchs, der nach Strafstoßentscheidung des Schiedsrichters – nach Handspiel – in einen langen Dialog mit demselben eintrat. Und wie das so ist: Spieler reden mit der Zunge, die Referees mit bunten Farben. Bis Dialog und Abgang des Spielers beendet waren, dauerte es satte zwei bis drei Minuten. Solange lag der Ball am Elfmeterpunkt, so lange musste Hokacu warten. Mit Eiseskälte und einem platzierten Flachschuss ins rechte Eck vollstreckte er die Spielstrafe. Danach gaben die Gäste völlig ihre Ordnung auf, spielten Lauf in die Karten. Peter Zimmer und Laufs stärkster Akteur Benedikt Schmieder trieben das Spiel nach vorne, inszenierten mit Baumert mehrere deutliche Chancen, die aber von Baumert, Biniok und Michael Lang nicht genutzt wurden.

Lauf II gewann 6:1, wobei Niko Reimert, dessen Platz eigentlich zwischen den Pfosten ist, 4mal traf. Den Rest steuerten Torsten Seifermann und Stefan Stark bei.

JoHo

Dieser Beitrag wurde unter Senioren veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.