SVL gewinnt Heimspiel gegen Vimbuch

SV Lauf I – SV Vimbuch I 3:2 (1:2)

Beide Mannschaften spielten mit den Nerven ihrer Trainer und Anhänger Pingpong. Zunächst musste Grün-Weiß Trainer Hock mit ansehen, wie Timo Schulde nach 7 Minuten mit einem ansatzlosen, platzierten Flachschuss die Gäste jubeln ließ. Das war schon schlimm, aber der Leidensweg begann erst. Die nächsten 20 Minuten wurden für ihn und das Laufer Lager zu einem fürchterlichen Horrortrip. Seine Elf wirkte nicht geschockt, denn Führungstreffer des Gegners waren in den letzten Monaten nun wirklich nichts Besonderes. Also wurde viel gelaufen, flüssige Kombinationen inszeniert, Druck aufgebaut. Auf der linken Angriffsseite setzten sich immer wieder Stefan Weiser und Peter Zimmer durch. Mal zusammen, mal für sich allein. Doppelpässe, Bälle in den Rücken des Gegners, platzierte Flanken in allen Varianten schufen Chancen und Möglichkeiten im Übermaß. Auf der rechten Angriffseite nutzte Außenverteidiger Michael Lang geschickt, vom Gegner, gewährte Freiräume und servierte der Abteilung Attacke viele verwertbare Bälle auf dem Silbertablett.

So weit so gut, aber vergeblich. Christian Bartnick und Marco Reinbold wollten zwar, konnten aber nicht. Das Tor war vernagelt. Davor stand Vimbuchs bester Spieler, Torwart Stefan Maier, der sich als übermächtiges Hindernis erwies und in manchen Situationen mehr als zwei Hände zu haben schien. Er hielt Schüsse und Kopfbälle von Bartnick, Reinbold, Jens Deschl, Benedikt Schmieder, und seine Mannschaft in Führung. Teilweise war Vollversammlung im Vimbucher Strafraum. Zahllose Beine und immer irgendwo dazwischen die Hände von Maier.

Viel Einsatz, ungenutzte Chancen, kein Tor für Lauf, dafür eine eiskalte Dusche durch Gästeakteur Daniel Regenold. Der zweite Ball nach einem Eckstoß von Schulde fiel ihm vor die Füße, ein schneller Schuss, das Netz zappelte. In diesem Moment schien Grün-Weiß am Boden, die Gäste im siebten Himmel.

Einmal mehr bewies Lauf Nehmerqualität, denn keine zwei Minuten später gab Stefan Weiser die wegweisende Antwort. Er schnappte sich im Mittelfeld den Ball, lief unbeirrt, wild entschlossen auf Gegners Gehäuse zu und setzte einen herrlichen Kunstschuss in die Maschen. Das war sein Signal an die eigene Mannschaft und den Gegner. Mit dem absoluten Willen, das Spiel für sich zu entscheiden, ging es weiter. Immer wieder trieb Matthias Ams, der in den hinteren Regionen das Spiel seiner Elf ordnete, zusammen mit Weiser, Deschl, Schmieder, Zimmer das Spiel seiner Elf nach vorne. Weitere Großchancen folgten, weitere Großtaten des Gästetorhüters auch.

Jens Deschl krönte seine herausragende Leistung mit einer Zuckerflanke auf Schmieder, der per Direktabnahme und in Seitenlage den Ausgleich markierte. Kurz zuvor hatten die Gäste, nach einem klugen Konter, noch die Möglichkeit zum Führungsausbau. Andreas Doninger hielt den Flachschuss souverän.

Der ganz große Laufer Druck ließ nun nach. Die Aufholjagd hatte Spuren hinterlassen. Unabhängig davon investierte die Heimelf auch in dieser schwierigen Phase mehr Kraft, mehr Einsatz in das Spiel und den möglichen Erfolg. Verdienter Lohn war hierfür der Siegtreffer. Stefan Weiser setzte einen Freistoß mit technischer Brillanz in die Maschen. Grün-Weiß gab nie auf und war deswegen zum Schluss verdient oben auf.

Lauf II gewann 5:0. Torschützen waren Christian Kohler, Mario Kaltenbach, Stefan Fahrner, Bruno Schmidt und Stephan Stark.

JoHo

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