SVL gewinnt in Rastatt

Rastatter SC I  – SV Lauf I 0:2 (0:1)
„Tausend mal berührt – nur einmal was passiert“, werden sich Trainer Theo Hock, sowie die Laufer Anhänger während den 45 Minuten der zweiten Halbzeit gedacht haben, in denen Lauf das Spiel total beherrschte, sich zwischen den Spielminuten 47 bis 70 mit sehenswerten Kombinationen bis zum gegnerischen Torpfosten spielte, aber dann vergaß, den Ball über die Torlinie zu bugsieren.

So unterschiedlich wie das Leistungsvermögen der Akteure auf dem Rasen, war die Wahrnehmungswelt von Spielertrainer Kalpakoglou und Trainer Hock. Der gesperrte Spielertrainer musste ohnmächtig und verzweifelt die Grün-Weiß Dominanz ertragen, während Laufs Dirigent eine Achterbahn der Gefühle durchlebte. Herrliche, blitzschnell vorgetragene Angriffe über die Flügelzange Bruno Schmidt und Peter Zimmer brachten sein Herz zum Schwingen, doch die ausgelassenen Treffmöglichkeiten verursachten Magendrücken.

Die Geschichte von Spieldurchgang eins ist schnell erzählt. Die Gastgeber wirkten verunsichert, fahrig und hektisch. Die Gulkow, Schneider, Höschele, Hörner blieben ohne Wirkung, wurden von dem bärenstarken Jens Deschl, sowie Patrick Huth, Philipp Zink und Benedikt Schmieder klein gehalten, was dem Zutrauen zur eigenen Leistung wirklich nicht förderlich war. Libero Dominik Frank ergänzte die solide, teilweise hervorstechende Abwehrarbeit seiner Vorderleute mit seinem fehlerfreien Spiel und trug sich darüber hinaus erneut in die Torschützenliste ein als er in der 8. Minute mit einem wuchtigen, leicht abgefälschtem Freistoß aus ca. 25 Metern seine Farben in Führung brachte. Viel mehr passierte vorher und danach nicht. Lauf ging also mal wieder mit einer Führung in die Pause.

Mit dem Wiederanpfiff demonstrierte die ganze Elf, dass sie nicht gewillt war, diesen Vorsprung ohne Not herzuschenken. Im Gegenteil. Es wurde schnell und direkt nach vorne gespielt, Stefan Weiser dirigierte, gab mit Benedikt Schmieder die Taktik vor: Räume dicht, Schotten dicht, Kontermöglichkeiten nutzen. Das war dann das Laufer Spiel. Der Gegner wurde mürbe, lief bei den überfallartigen Angriffen – von Altmeister Stefan Weiser, sowie dem überaus effizient spielenden Bruno Schmidt sehenswert inszeniert – hinter her. Peter Zimmer konnte seine Schnelligkeit optimal nutzen, drang mehrfach in den Strafraum ein, war aber scheinbar vom eigenen Spiel berauscht, trennte sich zu spät vom Ball, brachte sich selbst und Marco Reinbold um beste Einschussmöglichkeiten. Es gab deren viele.

In der 79. Minute dann der überfällige, hoch verdiente Führungsausbau als Zimmer und Reinbold sich in Klassemanier durch die Heimabwehr kombinierten, Stefan Weiser den Ball auflegten, der abgeklärt mit seinem linken Fuß den Ball aus ca. 16 Meter in das Netz setzte. Das war der Sieg und eine Absetzbewegung in das Mittelfeld.

Lauf II verlor 1:5. Torschütze war Mario Kaltenbach.

JoHo

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