SVL gewinnt zum Abschluss erneut – 6. Sieg in Folge

FV Bad Rotenfels I – SV Lauf I 2:3 (1:3)

Die Saison ist Geschichte, der Höhenflug der Hock-Schützlinge wird durch die Terminplanung gestoppt. „Schade“, wird er sich beim Schlusspfiff angesichts des sechsten Siegs in Folge gedacht haben. Sein Trainerkollege Luft wird mit einem Seufzer der Erleichterung, die für ihn eher unbefriedigende Saison abhaken. Mit beeindruckender Psyche und Physis spielten und rangen im Glutofen des Mönchhofstadions, die Gäste aus Lauf die Heimelf nieder.

Die war noch nicht sortiert, als Marco Steimel in der 2. Minute mit Kusshand einen durchdachten, uneigennützigen, präzisen Querpass von Peter Zimmer annahm und überlegen einschoss – zuvor hatte sich Peter Zimmer den Ball bravourös erkämpft. In Spielminute 6 folgte noch ein wuchtiges Geschoss von Matthias Fahrner, das haarscharf am Gestänge vorbei strich.

Ab der 15. Minute diktierte die Heimelf das Geschehen, erspielte sich Möglichkeiten und hochkarätige Chancen. Es kam die Zeit von Andreas Doninger: Der Laufer Torwächter hielt in der 20. Minute einen Superschuss von Andreas Rothenberger, nahm neun Minuten später demselben Spieler, der allein und dynamisch auf ihn zulief, den Ball vom einschussbereiten Fuß, parierte ein Torsten Schröder Geschoss in der 22. Minute. Beim Ausgleichstreffer aus ca. 6 Meter durch Jochen Schröder war dann auch Doninger mit seiner Kunst am Ende. Schröder profitierte von einer Vorlage aus einer mindestens 2 Meter umfassenden Abseitsposition.

Grün-Weiß lamentierte nicht, bewies Moral, steckte diesen Nackenschlag weg, demonstrierte bei einem Doppelschlag in den Spielminuten 40 und 41 Angriffsfußball vom Feinsten, verzückte seine Anhänger, schoss zwei sehenswerte Tore. Zunächst schickte Fahrner, den sich geschickt freilaufenden Stefan Weiser mit einem punktgenauen Pass auf die Reise, der dann aus dem Lauf, einen ca. 40 Meter Diagonalpass auf den Fuß von Steimel legte. Dieser drosch mit vollendeter Fußhaltung das Spielgerät in den Winkel. Kurz danach erkämpfte sich Benedikt Schmieder im Mittelfeld den Ball, lief damit schnell, technisch perfekt auf den gegnerischen Strafraum zu, spielt den sich klug freilaufenden Peter Zimmer exakt an, der mit einem platzierten Flachschuss, Führungsausbau betrieb. Kurz danach spielte der vor Spiellaune sprühende Steimel die Gastgeberabwehr schwindlig, donnert aufs Tor. Schlussmann Spaskovski konnte den Ball nur vor die Füße von Christian Bartnick abwehren, doch dieser streikte, ließ diese großartige Torgelegenheit verstreichen.

In Spielminute 62 sah Jens Deschl die gesamte Kartenkollektion des Schiedsrichters. Lauf spielte die restliche Spielzeit in Unterzahl. Die Gastgeber konnten aus ihrer Überzahl kein Kapital schlagen, da sie zum einen die entstehenden Freiräume eher suboptimal nutzten und zum anderen Grün-Weiß bis zum Umfallen kämpfte, schlicht und einfach gewinnen wollte. Darüber hinaus verhinderte Andreas Doninger mit drei herausragenden Paraden nach Rothenberger-Kopfbällen oder -Schüssen, weitere Tore der Heimelf, so dass der Kopfballtreffer von Nees – in der 50. Minute erzielt – die einzige Ausbeute der zweiten Halbzeit für die Luft – Schützlinge blieb.

JoHo

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