SVL holt Punkt in Muggensturm

FV Muggensturm – SV Lauf I 1:1 (1:0)

„Hurra, wir leben noch.“ Nach sehr mageren Wochen, einem rasanten Sturzflug in der Tabelle, sendet Grün-Weiß diese Botschaft an ihre Anhänger und in die Bezirksliga. Es war nicht nur der Punktgewinn an sich, nein, es war der unbedingte Wille zum Erfolg, gepaart mit einer – vor allen Dingen in der zweiten Halbzeit – ansprechenden spielerischen Leistung.

Die Heimelf begann mit hoher Drehzahl, spielte druckvoll, tempogeladen. Ein frühes Tor – das war das Kalkül – würde die angeschlagene Laufer Psyche weiter drangsalieren, zu Unmengen von Fehlern und zu einem leichten Sieg führen. Nun, es kam anders. Lauf bewies Moral und Charakter, hielt dagegen, fand über unbändigen Kampfgeist ins Spiel. In der 11. Spielminute schnappte sich Marco Steimel im Mittelfeld den Ball, zog mit Wucht in Richtung gegnerisches Gehäuse, ließ mit einer Körpertäuschung zwei Abwehrspieler ins Leere laufen, hämmerte einen wuchtigen Schuss an die Latte. Den Abpraller beförderte Marco Reinbold per Kopf auf das Gehäuse. Schlussmann Lange, welcher im Laufe des Spiels als bester Akteur seiner Elf brillierte, hielt sicher. Momente später spielten sich Stefan Weiser und Peter Zimmer mit einer flüssigen Kombination in Strafraumnähe. Zimmer spielte platziert hinter die Abwehr und Christian Bartnick schoss ein. Eine grenzwertige Abseitsentscheidung erstickte den Torjubel im Keim.

Kurz danach aus dem Nichts dann der Führungstreffer für die Platzherren. Urplötzlich war Zäpfel frei, knallte aus ca. 8 Meter mit voller Wucht aufs Tor. Torwart Doninger konnte zunächst reaktionsschnell den Einschlag verhindern, war dann gegen den Nachschuss chancenlos. Die Hock-Schützlinge spielten unbeeindruckt weiter und spätestens nach der taktischen Umstellung durch Trainer Hock, der nach dem Führungstreffer seine Allzweckwaffe gegen zu muntere Stürmer – Jens Deschl – auf Zäpfel ansetzte, wurden die Offensivaktionen der Heimelf durchsichtiger und ungefährlicher. Diese Umstellung, die souveräne Abwehr mit den herausragenden Matthias Ams und Zimmer, sowie die unermüdlichen Treiber Benedikt Schmieder, Weiser und Steimel im Mittelfeld, ließen Lauf mehr als gleichwertig werden.

Im weiteren Verlauf des Spiels hatten die Grün-Weißen ein deutliches Chancenplus. In Spielminute 48 hielt Lange noch einen kernigen Schuss von Steimel bravourös. Eine Minute später war auch er gegen den präzisen Flachschuss von Reinbold machtlos. Der Ausgleich beflügelte Lauf weiter. Doch Torwart Lange, der Klasse – Schüsse von Schmieder und Zimmer glänzend parierte, weitere Chancen von Weiser, Reinbold, sowie Matthias Fahrner zunichte machte, hielt für seine Elf das Unentschieden fest. Warum nach heftigem Foulspiel an E. Hocaku im Strafraum, die Pfeife des Referees stumm blieb, gehört zu den ewigen Rätseln im Fußball. Dem allem stand, als nennenswerte Aktion, der Lattenknaller von Bauknecht in den Schlusssekunden gegenüber. Mit diesem Remis hat die Hock – Elf bewiesen, dass mehr in ihr steckt, als das, was sie in den letzten Wochen an Einsatz, Spielvermögen und Punktgewinnen demonstriert hat.

Dennoch: mehr als ein Silberstreifen am Horizont war das nicht. Von einer Trendwende kann erst nach dringend benötigten Siegen gesprochen werden.

JoHo

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