SVL holt wichtige 3 Punkte

SV Lauf I – FC Ottenhöfen I 1:0 (1:0)
Die Tageslosung von Trainer Hock zu diesem klassischen Lokalkampf war klar: „Mir sind die, wu gwinne welle“. Die Botschaft war klar, sie kam an und wurde von seinen Spielern mit brennendem Herzen umgesetzt. Lauf steht mit dem Rücken zur Wand, kämpft gegen den Abstieg.

In dieser Notlage wurde Matthias Ams reaktiviert, der glänzend Regie führte, mit Patrick Huth das Mittelfeld eng und kleinräumig gestaltete und somit dafür verantwortlich war, dass die gefällig spielenden Gäste bereits im Spielaufbau empfindlich gestört wurden. In der Konsequenz war viel Sand im Getriebe. Die pfeilschnellen, brandgefährlichen Stürmer Dennis Golly, Fabian Sackmann, Tobias Frietsch und Sebastian Hock konnten nur selten optimal frei gespielt werden, hingen oft in der Luft. Darüber hinaus mussten sie mit Philipp Zink, Jens Deschl und Benedikt Schmieder, die wie Kletten an ihnen hingen, fertig werden, was ihnen auf die gesamte Spielzeit gesehen, eher suboptimal gelang.

Insofern entwickelte sich ein in weiten Teilen verbissenes Spiel, in dem die Kontrahenten um jeden Ball und um jeden Zentimeter Boden kämpften; nichts für Feinschmecker, aber immer spannend. Die Gäste wollten unbedingt, konnten aber nicht, wirkten in der Abwehr nicht immer souverän.

Die 8. Spielminute war der Probelauf für den Führungstreffer der Platzherren 13 Minuten später. Beide Situationen und Aktionen waren fast deckungsgleich. Zunächst schlug Ams eine weit gezogene Freistossflanke über eine abwesend wirkende Gästeabwehr hinweg. Michael Lang, der an diesem Tag eine beeindruckende Leistung bot, lief dem Ball ungehindert entgegen, scheiterte aber an Torwart Boris Maier. Dem Führungstreffer ging ein Zuckerpass von Ams auf Lang voraus, der umkurvte seinen Gegenspieler, lief zwei, drei Schritte und schoss mit seinem schwachen, linken Fuß auf Meier. Die Wucht des Schusses war erkennbar mickrig, aber das Spielgerät wurde tückisch, täuschte den Unglücksraben  Maier, kullerte zwischen den fangbereiten Händen durch die Füße hinein ins Laufer Glück.

Danach erhöhten die Schmidt-Schützlinge die Drehzahl, doch echter Druck sieht anders aus, zumal Libero Dominik Frank mit klugem Stellungsspiel durchbrechende Bälle souverän entschärfte. Die ersten zwanzig Minuten der zweiten Halbzeit wurden hitzig und gallig. Die Farbe gelb und lautes Gemecker bestimmten auf beiden Seiten die Szenerie. Die Gäste spielten, kämpften, wehrten sich gegen die drohende Niederlage. Grün-Weiß spielte diszipliniert nach dem Erfolgsrezept der ersten Hälfte weiter. In Spielminute 73 setzte sich der eingewechselte und sehnsüchtig erwartete Stürmer Marco Reinbold auf der rechten Angriffsseite geschickt durch, schlug eine präzise Flanke auf den, wie entfesselt spielenden und rennenden Lang, der auch sofort schoss, aber an Maier scheiterte.

Fazit: Die Gäste ließen in vielen Situationen ihr hohes Potentiel aufblitzen, scheiterten aber an einer disziplinierten, glänzend eingestellten, nie aufgebenden Heimelf, die keinerlei Schwachpunkte aufwies.

JoHo

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