SVL reist im Bezirkspokal nach Ottersdorf

Der 25. Oktober 2009 ist – nachvollziehbar – für viele Menschen ein weit zurückliegender, und wenn nicht höchst persönliche Gründe vorliegen, ein längst vergessener Tag, im Ablauf der Zeiten. SV Lauf Trainer Theo Hock hat diesen Tag mit Sicherheit in seinem Gedächtnis eingebrannt, denn das war der Tag, den seine Schützlinge zum letzten Sieg nutzten, ihm und ihren treuen Anhängern ein vorzeitiges, aber kostbares Weihnachtsgeschenk überbrachten.

Danach wurden jahreszeitgemäß die Tage kürzer und dunkler. Geradezu rabenschwarz hingegen die danach folgende Bilanz, der noch, bis zur Winterpause, auszutragenden Spiele. Das vorzeitige Weihnachtsgeschenk diente in jener Zeit nicht nur als Kraftquelle, sondern federte nach einer Niederlagenserie, den tiefen Fall in der Tabelle ein wenig ab.

Nun Weihnachten ist vorbei, der Winter zieht sich zurück, die Schneemassen gingen in Wasser über, die Sportplätze sind für das faszinierende Spiel mit der Kugel bereit. Bereit sind auch die Balljäger; Trainingseinheiten wurden absolviert, Freundschaftsspiele ausgetragen, die ersten Siege errungen, die ersten Niederlagen erlitten.

Der Blick geht nach vorn und für Grün-Weiß steht im Bezirkspokal die Begegnung mit dem Tabellenzweiten der Kreisliga B Staffel 4, FV Ottersdorf, an. Der Gastgeber hat in der 16 Mannschaften umfassenden Staffel 17 Spiele absolviert, 15 Siege, zwei Unentschieden errungen. Das Gefühl einer Niederlage ist in dieser Saison dem Gegner fremd, was schlicht und einfach bedeutet, dass Lauf auf eine vor Selbstvertrauen strotzende, mit breiter Brust antretende Elf treffen wird. Die Tatsache, dass Grün-Weiß zwei Klassen höher spielt, wird in dieser Begegnung ohne Bedeutung sein. Viel zu oft haben die vermeintlich Schwächeren, den Stärkeren ein Bein gestellt, assistiert vom eigenen Können, sowie der Überheblichkeit und dem Leichtsinn des Gegners. Trainer Hock und Spielausschussvorsitzender Jürgen Zimmer werden mit Engelszungen und Brandreden auf die Stefan Weiser, Matthias Ams, Benedikt Schmieder u. Co. einwirken, damit der Schlendrian erst gar nicht Raum greift.

Der Gegner stellt keine Laufkundschaft dar, 57 geschossene und lediglich 11 erhaltene Tore belegen, dass die Balance in den einzelnen Mannschaftsteilen stimmt, Euphorie und Begeisterung tun ihr übriges. Also, es wird schwer. Lauf muss gewinnen, hat im Ernstfall dafür 120 Minuten zur Verfügung. Ein Ausscheiden würde mit Sicherheit am Selbstvertrauen nagen, wovon man in den nächsten Wochen ohnehin nicht genug haben kann, denn der Klassenerhalt in der Bezirksliga ist noch längst nicht gesichert. Mit einer Niederlage in den Köpfen und Beinen würde eine Woche später, die prickelnde, spannungsgeladene Auseinandersetzung mit dem Lokalrivalen Kappelrodeck/Waldulm, extrem schwieriger.

Das Spiel findet am 7. März 2010 um 15.00 Uhr in Ottersdorf statt.

JoHo

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