SVL schlägt Bietigheim 4:1

SV Lauf I – SV Bietigheim I 4:1 (1:0)

am 13. Mai 2009

In der 50. Spielminute war es soweit: mit einem in den Nachthimmel gerichteten, verzückten Blick, der es an Intensität und Inbrunst locker mit dem schmachtenden Blick von Romeo gen Julia aufnahm, machte Grün-Weiß-Stürmer Erdoan Hokacu seiner langen Torabstinenz ein Ende. Es war Stefan Weiser, der dieses Glücksgefühl und somit den Führungsausbau für die Heimelf möglich machte.

Bevor es soweit war, hatten die Bäuerle Schützlinge nach mehreren flüssigen Kombinationen, an denen Marco Steimel, St. Weiser, Benedikt Schmieder, sowie Michael Lang beteiligt waren, mehrere hochwertige Einschussmöglichkeiten. Sie blieben aber ungenutzt. So knallte M. Lang den Ball aus Nahdistanz unbedrängt und überhastet übers Gehäuse, Marco Reinbold kam an und ab den entscheidenden, halben Schritt zu spät. Insgesamt wirkte das Laufer Spiel nicht flüssig, die schwere, Kräfte zehrende Begegnung bei Titelaspirant Ottenau wirkte augenfällig nach. Geschickt nutzten die Gäste auftretende Schludrigkeiten im Spielaufbau und Raumaufteilung, kamen so zu durchaus gefährlichen Möglichkeiten. Zum einen knallte ein Stevo Vrabarac- Geschoss an den Posten, zum anderen legte in der 35. Spielminute Gästeverteidiger Andreas Leppert ein beeindruckendes Solo hin, als er mehrere Laufer Spieler mühelos ausspielte, überlief und erst Torhüter Andreas Doninger dem ungehinderten Treiben ein Ende machte. In Spielminute 39 schlug dann das Tandem Matthias Ams, Stefan Weiser in schon oft gesehener Qualität zu. Ein herrlicher, Raum öffnender Pass vom Ams, eine perfekte Ballannahme, ein präziser Schuss von Weiser, der Rest war Jubel.

Nachdem 2:0 für die Heimelf war für ca. 20 Minuten bei den Grün-Weißen schwimmen angesagt, die Ordnung war hin, die Nachlässigkeiten umfassend, das Tohuwabohu gründlich. Die Gäste entdeckten ihre Möglichkeiten, nutzten sie aber nicht. Laufer Dusel und gegnerische Schwächen ließen lediglich den Anschlusstreffer durch Uwe Schenkel zu. Ab Spielminute 70 waren die Einheimischen vom Schwimmen zurück. Einen 40 Meter Freistoß von Dominik Frank konnte Gästeschlussmann Rittler gerade noch mit den Fingerspitzen über die Latte lenken, zwei Großchancen von Christian Bartnick, der nach monatelanger Abwesenheit in der Schlussphase eingesetzt wurde, verstrichen ungenutzt, doch Hokacu mit seinem zweiten Treffer – nach glänzender Vorarbeit von Mario Kaltenbach – sowie Matthias Fahrner mit seinem wuchtigen Schuss gaben dem Ergebnis eine Deutlichkeit, die die Gäste – gemessen an ihrer Leistung –  nicht verdient haben.

Lauf II gewann 7:0. Torschützen waren Manuel Weiler 1x, Matthias Wagner, Stephan Stark, Christian Bartnick je 2x.

JoHo

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