SVL spielt 2:2 gegen Scherzheim

SVL I – SV Scherzheim I 2:2 (1:1)
Lange, sehr lange Zeit, exakt 44 Minuten, hatte das Spiel den Charme von schalem Bier. Danach wurde es nur für Momente spritzig, sehr lebendig, und dann war schon Halbzeit. Zwei kurze Minuten ließen die gefühlten Frosttemperaturen in wohlige Wärme umschlagen, Begeisterung kam auf. Zunächst bei den Einheimischen. Taner Sengül schlug mit viel Gefühl einen Pass in den idealen Laufweg von Dominique Burger. Auf engstem Raum setzte sich dieser an der Strafraumgrenze durch, schlug eine scharfe, präzise Flanke auf den lauernden Marco Reinbold. Der nutzte, fast schon unterkühlt, die Gunst der Sekunde.

Im Glückstaumel verloren die Einheimischen den Überblick und ihre Grundordnung. Es ging vom Himmelbett aufs Nagelbrett, denn die Gäste ließen Verzweiflung und Hadern gar nicht erst aufkommen, blieben unbeeindruckt, nutzten  haarsträubende Nachlässigkeiten der Platzherren im Mittelfeld, die zu einem berechtigten Freistoß führten. Gästespielführer Daniel Wagner erwies sich als Meister des ruhenden Balls, wuchtete das Spielgerät aus ca. fünfundzwanzig Meter fugenlos in den Winkel. Auch die beeindruckende Streckübung von Torwächter Andreas Doninger konnte diesen Einschlag nicht verhindern.

Nach der Pause neutralisierten sich die Kontrahenten weitestgehend. In Spielminute 63 führte ein Gästefreistoß zu einem kurzzeitigen Kuddelmuddel im und vor dem Laufer Strafraum. Irgendwann landete der Ball bei Ahmet Kilic, der sich nicht zweimal bitten ließ und zur Gästeführung einschoss. Die Früh-Elf kaute nur kurz, würgte das Ärgernis runter, schlug vier Minuten später zurück. Eine flüssige Kombination über Spielertrainer Früh, Sengül und Reinbold, führte den Ball zu dem kurz zuvor eingewechselten Marco Steimel. Der nutzte die entstandene Konfusion der Retsch-Schützlinge wild entschlossen aus, haute mit Vehemenz die Kugel ins Gehäuse. Ein Einstand nach Maß. Danach verflachte das Spiel wieder. Im Großen und Ganzen ist das Remis ein Spiegelbild der gezeigten Leistungen.

Der künftige Spielertrainer der SG Lauf/Obersasbach, Daniel Retsch, hatte gegen Laufs Abwehrass Philipp Zink einen schweren Stand und dürfte froh sein, dass er in der nächsten Saison, mit Zink in einer Elf spielt.

Lauf II gewann 3:0. Die Tore schossen Nicolas Kaltenbach, Patrick Vogt und Joscha Graf.

JoHo

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