SVL spielt 2:2

SV Lauf I – FV Bad Rotenfels I 2:2 (1:0)
Balsam für die Seele von Trainer Hock – Balsam für das Laufer Spiel: Peter Zimmer war wieder da. Urlaub vorbei, die Lust am Spiel mit der Kugel nicht verloren. Kurzum: Das Laufer Offensivspiel bekam mehr Druck, beeindruckte den Gegner.

Zunächst war Laufs Defensivstratege Jens Deschl, der mit der Regelmäßigkeit des Sonnenuntergangs gegnerischen Stürmen den Nerv tötet, von ungewohnter Großzügigkeit befallen, als er, in Spielminute 4, den Ball mit Wohlwollen dem brandgefährlichen Stürmer Andreas Rottenberger präzise in den Lauf legte. Dieser stand dann allein vor Grün-Weiß Ballfänger Andreas Doninger, der den Schuss aus nächster Nähe entschärfte, einen frühen Rückstand seiner Elf verhinderte. Acht Minuten später dann Peter Zimmer aus dem Effeff: Turbo einschalten, Ball eng am Fuß führen, die linke Außenbahn runter rasen, Bilderbuchflanke zur Mitte. Dort stand Stefan Weiser goldrichtig und ziemlich allein, doch sein Kopfball war zu unplatziert. Steffen Barfuß hält mit den Fäusten, relativ mühelos, sein Heiligtum rein. 4 Minuten später ließ Marco Steimel sein, viel zu oft, ungenutztes Potential aufblitzen, als er hellwach in der gegnerischen Viererkette Freiräume erkannte. Sein Zuckerpass und ein sich im richtigen Moment lösender Benedikt Schmieder – die Abwehr war ausgehebelt. Schmieder lief allein auf Barfuß zu, spielte vorbildlich, uneigennützig auf Sturmspitze Marco Reinbold. Der fackelte nicht lange, zog ab. Auf der Torlinie waren 6 Beine versammelt. Eines davon schlug den Ball auf Reinbolds Bein zurück, das haute Tipp-Kick-mäßig noch mal auf den Ball – die Führung war perfekt.

Die Gäste demonstrierten, in vielen Phasen, flüssigen, schnellen Kombinationsfußball, bissen sich aber immer wieder an Deschl, Schmieder und Matthias Ams fest.

In Halbzeit 2 knallte Stefan Weiser zunächst einen Freistoß an die Latte. Statt Führungsausbau in der 53. Minute der Ausgleichstreffer durch Rottenberger, der ungehindert , aus ca. 8 Metern, den Ball ins Tor legte. Vor dieser Situation waren auf der rechten Laufer Abwehrseite offene Räume entstanden, die Torsten Schröder zu einer Ziel führenden Flanke nutzen konnte. Grün-Weiß schüttelte sich, hielt dagegen. Eine sehenswerte Blitzkombination, zwischen Steimel und Weiser, führte direkt zu Reinbold, der abgeklärt sein zweites Tor schoss.

Die Gäste wurden stärker, die Einheimischen bauten kaum noch wirklich gefährlichen Druck auf. Daniel Wittmann, einer der ansonsten herausragenden Spieler der Luft-Elf, riss nun immer mehr das Gästespiel an sich. Zuvor war er fast 70 Minuten im Schatten eines lange Zeit überzeugenden Patrick Huth gestanden, der bereits im Mittelfeld den Spielaufbau der Gäste empfindlich störte. In der 78. Minute dann ein leichtfertiges Foul von Weiser in Strafraumnähe. Wittmann zirkelte den Ball an der Mauer vorbei ins Netz. Die Ausführung des Freistoßes war beeindruckend, was man von Stellung und Verhalten der Mauer eher verneinen muss.

Die Hock-Schützlinge haben gegen einen starken Gegner nicht enttäuscht, werden mit dieser Moral, beim Kampf um den Klassenerhalt, gute Karten haben.

Lauf II erzielte gegen einen Gegner, der ein Jahr zuvor noch Kreisliga A spielte, ein respektables torloses Remis.

JoHo

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