SVL spielt erneut unentschieden

SV Lauf I – FV Steinmauern I 2:2 (2:0)
Spätestens ab der 60. Minute wird Laufs Trainer Hock voller Hoffnung in die Gesichter, der mit dem Grün-Weißen Trikot gezierten Spieler geschaut haben, um erleichtert festzustellen, dass ihm unbekannte Wesen das Spiel bestreiten.

Seine Hoffnung war trügerisch. Es waren dieselben Spieler, es waren die bekannten Gesichter, aber es war eine andere Mannschaft. Zum zweiten Mal in Folge verspielte seine Elf einen klaren Vorsprung, zum zweiten Mal in Folge musste ein erneut herausragender Schlussmann Andreas Doninger zumindest das Remis sichern.

Die Gäste begannen forsch, selbstsicher, leisteten sich den Fehler und den Luxus, ohne ihren Spielertrainer Matthias Frieböse in die Partie zu gehen. Jens Deschl, Patrick Huth, hatten die Torproduzenten Cave Yasmin und Kamil Puszcewicz im Griff. Daniel Schmidt und Libero Dominik Frank trugen mit ihren Leistungen zu einem stabilen Abwehrverbund bei. Die Gäste taten sich schwer, konnten trotz schnellem, sicheren Spielaufbau, keinen schmerzenden Druck aufbauen. Die Hock-Elf würgte den Gästeschwung ab, spielte ab der zwanzigsten Minute effizient nach vorne, erzielte Möglichkeiten. In den Spielminuten 20 und 21 lenkte Gästetorwart Daniel Puszcewicz einen wuchtigen, platzierten Flachschuss von Dominik Frank mit den Fingerspitzen zur Ecke ab. Kurz danach übernahm bei einem Kracher von Marco Reinbold, die Torlatte die Abwehrarbeit des Gästeschlussmanns.

Kurz danach demonstrierte K. Pusczewitz seine herausragende Stürmerklasse, als er mit rasantem Solo durch Laufs Abwehr drang, platziert schoss. Ebenso eindrücklich war die folgende Fußabwehr von Doninger.

In den Spielminuten 35 und 45 dann der Lohn für durchdachtes, schnelles Laufer Angriffsspiel. Zunächst nutzte Reinbold clever eine gegnerische Fehlerkette aus. Er erkämpfte sich den Ball, lief allein auf das Gehäuse zu, spielte dann uneigennützig auf den rechtzeitig mitgelaufenen Stefan Weiser, der mit der Leichtigkeit des Seins den Ball ins Netz schob. Dem Führungsausbau ging der Spielzug des Tages voraus, als Bruno Schmidt seine bis dahin sehenswerte Leistung mit einer, aus vollem Lauf, präzise geschlagenen Flanke krönte. Reinbold münzte diese maßgeschneiderte Hereingabe, mit einem Kopfball aus dem Lehrbuch, in ein Tor um.

Da war die Laufer Fußballwelt noch im Lot, aber nach der Pause wurde es finster. Grün-Weiß hörte auf zu spielen, die Gäste dominierten. Lauf agierte nicht mehr, reagierte nur noch. Stefan Weiser war zwar um einen ordentlichen Spielaufbau bemüht, fand jedoch zu wenig Unterstützung. Der Anschlusstreffer durch den eingewechselten Spielertrainer Frieböse, sowie der Ausgleich durch Keven Sutter in den Spielminuten 54 und 80 war nicht nur logisch, sondern auch mehr als verdient. Ballfänger Doninger brachte die Gäste mit zwei Glanzparaden, gegen allein vor ihm auftauchende Spieler, nicht nur zum Haare raufen, sondern sicherte mit diesen Großtaten ein zum Schluss schmeichelhaftes Remis.

JoHo

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