SVL spielt unentschieden

FV Plittersdorf I – SV Lauf I 1:1 (0:1)

am 30.Mai.2009

Feinkost gab es von Stefan Weiser in der 9ten Minute des Spiels; Frechheit und Brillanz waren die Zutaten, als er einen flachen, mit starkem Effet getretenen Eckball, in den winzigen Raum zwischen dem völlig überraschten Torwart Susser, sowie dem Torpfosten ins Netz legte. Diese technische Demonstration verlieh Lauf Flügel und hinterließ beim Gegner für lange Zeit einen lähmenden Eindruck.

Bevor Hertweck in Spielminute 20 Torwächter Doninger mit einem satten, platzierten Geschoss auf Herz und Nieren prüfte, sowie der allein auf das Tor zulaufende Stürmer Kurzawski im fehlerlos spielenden Laufer Schlussmann seinen Meister fand, hatten die Bäuerle Schützlinge weitere klare Chancen zum Führungsausbau. Die Bäuerle-Elf wirkte spritziger, präsenter, war die Elf mit dem schnelleren Spielaufbau.

Trainer Deuchler hatte die Halbzeitpause wohl zu intensiven Gesprächen genutzt, denn mit Beginn der zweiten Spielhälfte präsentierten sich zwar dieselben Spieler, aber auf dem Platz war eine andere Mannschaft. So dauerte es keine drei Minuten, bis die Heimelf durch einen Hertweck-Kopfball den Ausgleich erzielte.

Während Sturmtank Kraus – Plittersdorfs Torschütze vom Dienst – sich in intensiven, teilweise giftigen Zweikämpfen mit Matthias Ams aufrieb, wurde Hertweck immer stärker und ein echter Gefahrenherd für Laufs Abwehr. Spielertrainer Bäuerle reagierte und setzte sein Allheilmittel und den erneut hervorstechenden Benedikt Schmieder auf Hertweck an. Danach wurde es in Laufs Abwehr, in der A-Jgd. Spieler Bruno Schmidt eine ordentliche Leistung bot, ruhiger, die zeitweilige Dominanz der Heimelf war beendet. Doninger hielt bei Schüssen und Freistößen von Köppel  und Kurzawski sein Revier sauber und musste aus seiner Position mit ansehen, wie seine Mitstreiter in den vorderen Reihen zwei glasklare Tormöglichkeiten ungenutzt liegen ließen.

In Spielminute 76 setzte sich Michael Lang kraftvoll und willensstark auf der linken Außenbahn durch, schlug eine präzise Flanke auf den rechtzeitig mitgelaufenen Dominik Frank, doch der ansonsten schussgewaltige Laufer Akteur produzierte einen langweiligen Rollerball. In den Schlussminuten machte Marco Steimel seine sehenswerte Einzelleistung zu einer volatilen Erscheinung, als er sich im Mittelfeld den Ball erstritt, mit Tempo und Dynamik allein aufs gegnerische Tor zulief, dann aber die Aktion nicht mit einem überlegten – in dieser Spielsituation zwingenden –  Schuss abschloss, sondern Ball und Verantwortung weiter gab. So blieb es beim Remis. Als Fazit kann festgehalten werden, dass die Chance, endlich einmal gegen die Rheindörfler zu gewinnen, ungenutzt blieb.

Das Vorspiel gewann Lauf II mit 3:2. Torschützen waren Torsten Seifermann 2x und Matthias Wagner.

JoHo

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