SVL „übernimmt“ die rote Laterne

SV Lauf I – TuS Hügelsheim 0:1 (0:0)
Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Ferne. Ferne ist derzeit ein Nichtabstiegsplatz, der das vorgegebene Saisonziel von Grün-Weiß darstellt. Trotzdem: Die verdiente Heimniederlage trägt einen Keim der Hoffnung in sich. Lauf spielte wieder mit Libero und einer Innenverteidigung, die innere Sicherheit ausstrahlt, das gesamte Spiel der Hillert-Schützlinge stabilisiert. Das war auch zwingend notwendig gegen eine Gästeelf, die einen kultivierten, feinen Fußball demonstrierte, sich aber immer wieder an den herausragend spielenden Andreas Striebel, Philipp Zink und Jens Deschl fest biss.

Im Mittelfeld bemühten sich Thomas Oberle, Mike Graf und Christian Bartnick verbissen, beharkten die Spielgestalter Konstantin Treiber und Valentin Bobrow, so dass der hochwertige Spielaufbau des Tabellenführers immer wieder ins Stocken geriet und die Gäste erst in der 40. Spielminute durch Michael Bober eine 100%ige Chance verzeichnen konnten. Den strammen Nahdistanzschuss, lenkte Christian Dinger mit spitzen Fingern gerade noch so um den Pfosten. Laufs Torwart verhinderte in den Spielminuten 57 und 78 mit blitzartigen Reflexen, dass Kracher von Bober und Valentin Bobrow – gerade mal zwei Lidschläge unterwegs – einschlugen und somit die Hoffnung auf ein torloses Remis am Leben blieb.

Davor lag in Spielminute 4 noch eine halbgare Chance für Marco Reinbold, der nach einem Bartnick-Freistoss heftig bedrängt wurde und deswegen die Kugel nicht in ihrem Bestimmungsort unterbringen konnte. Im Spielaufbau hatte die Heimelf Defizite, hielt zu oft den Ball zu lang. Michael Lang war beeindruckend bemüht, das Mittelfeldspiel zu strukturieren,  setzte auch die eine oder andere Duftmarke, erhielt aber zu wenig gleichwertige Unterstützung.

Zwischen den Spielminuten 55 bis 70 waren die Gäste tonangebend, die Qualität setzte sich durch, die sich im Umbruch befindliche Heimelf kam an ihre derzeitigen Grenzen. Trotzdem musste ein Eigentor von Jens Deschl herhalten, damit sich das Laufer Netz ausbeulte. Schade, dass es Laufs besten Spieler traf. Nach einer Grundlinienhereingabe von Florian Ibach folgte der vergebliche Kampf um den Ball. Die Torlinie war zu nahe, der Ball schnell im Laufer Netz.

Es wird lange dauern, bis Lauf  vom Tabellenende weg kommt.

Lauf II gewinnt mit 3:2. Torschützen waren Nicolas Kaltenbach und Mike Glass (2x).

JoHo

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