SVL verliert beide Spiele in Lichtental

FC Lichtental I – SV Lauf I 4:2 (2:0)

Tausend mal berührt – tausend mal ist nichts passiert; viele Ballkontakte mehr auch nicht. Durch das in der ersten Halbzeit zu lange Verharren am Spielgerät, wurde das Spiel langsam, die Räume beim Gegner eng, die Reihen dicht, das Zerstören der  Angriffe leicht. Ganz anders die hoch motivierten Gastgeber, die ohne langes Zögern mit weiten, wuchtigen Flanken, schneller Passfolge das Mittelfeld überbrückten und mit diesem zielführenden Spiel erhebliche Unruhe in Laufs Defensive brachten. So wurden Eckbälle, Freistöße herausgespielt, die Tore für die Heimelf fielen demzufolge in den Spielminuten 4 und 32 zwangsläufig. Zuerst war Christian Kühnel mit einem wuchtigen Schuss im Anschluß an einen Eckball erfolgreich, danach verwandelte Torjäger Simon Huber einen von Matthias Ams verursachten Handelfmeter souverän. Beide Male hatte der erneut zuverlässig haltende Torhüter Andreas Doninger nicht den Hauch einer Chance.

Die hatte zwischenzeitlich Freddy Morenne, als er nach einer sehenswerten Kombination von Matthias Fahrner und Benedikt Schmieder im Strafraum an den Ball kam, doch aus kurzer Distanz den Ball nicht an Torwart Dominik Ungemach vorbei brachte. Mit der Einwechslung von Erduan Hokacu wurden Laufs Angriffe gefährlicher, die lange Zeit verwaiste linke Außenbahn wurde auch als Spielfläche genutzt. In der 45. Minute musste Ungemach schon alles geben, um einen in den Winkel gesetzten Schuss von Hokacu abzuwehren. Teil 1 des Spiels ging klar an die Heimelf, auch weil Stefan Weiser nicht den gewohnten Glanz verbreiten konnte, da Christian Sygulla wie eine Klette an ihm hing.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit mussten die Hock-Schützlinge, nach einer im Mittelfeld beginnenden Fehlerkette, durch Jürgen Seitz das dritte Tor hinnehmen. Die Gastgeber wähnten sich im siebten Himmel, das Spiel schien entschieden. Doch weit gefehlt. In der 60. Minute wurde Weiser gefoult und nach einigen, während des Spielverlaufs missglückten Versuchen, schoss er dieses Mal nicht direkt, hebelte mit einem Querpass die Abwehrmauer aus und Marco Steimel donnerte dann aus zwanzig Metern den Ball in den Torwinkel.

Nach diesem Traumtor kippte das Spiel, Lauf blies zum Generalangriff. Die Hock-Schützlinge zeigten nun, dass auch sie das schnelle Spiel nach vorne beherrschen, ließen endlich den Ball und somit zwangsläufig den Gegner laufen. Als dann Matthias Ams in Spielminute 75 einen Foulelfmeter – verursacht an Stefan Weiser – abgeklärt verwandelte, schien der Ausgleichstreffer nur eine Frage der Zeit, denn die Heimelf war stehend K. o., Vollversammlung in Lichtentals Strafraum war immer wieder die Folge.

Doch der Ball wollte einfach nicht über die Linie, auch deswegen, weil Lauf zu oft den Weg über die Mitte suchte, die rechte Außenbahn vernachlässigte, auf der sich Dominik Frank immer wieder anbot. Schade für Lauf und ein Albtraum für den Traumtorschützen Marco Steimel war dann dessen Fehlpass, der Lichtental, gegen eine mit Mann und Maus stürmende Gästeelf, die ideale Kontermöglichkeit bot, Spielertrainer Riesselmann zu einem leichten Torerfolg einlud. Das war es dann.

Lauf II verlor 3:2. Torschütze für Lauf war Torsten Seifermann, Lichtental steuerte ein Eigentor bei.

JoHo

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