SVL verliert Derby gegen Bühlertal

SV Lauf I – SV Bühlertal I 1:2 (1:1)
Unzählige Kilometer gerannt und doch auf der Stelle getreten. Speziell in der ersten Halbzeit blitzsaubere Kombinationen initiiert, Chancen produziert, unbändigen Kampfeswillen demonstriert, aber  letztendlich nur heiße Luft produziert. Hingegen war das Verhältnis zwischen Aufwand und Ertrag bei Bühlertal optimal.

Nach 4 Minuten nützte Robin Seifermann einen Freistoss, um  den perfekt angeschnittenen Ball über eine suboptimal agierende grün-weiße Spielerwand in das Netz zu setzen. Danach meldeten sich die Gäste – von geringen Ausnahmen abgesehen – ab, um in der 47. Minute wieder eiskalt zuzuschlagen, als der frisch eingewechselte Julian Krauth, unbedrängt und präzise eine Flanke auf den ebenfalls frei stehenden Maximilian Keller schlug. Der eierte nicht lange und haute mit Wucht den Ball ins Laufer Netz.

Dazwischen lag die Zeit der Heimelf. Patrick Huth, Jens Deschl, Philipp Zink, neutralisierten oder dominierten ihre Gegenspieler Pleic, Keller und Seifermann, schufen damit die Basis für ansehnliche Angriffe und teilweise herrliche Kombinationen, an denen immer wieder Stefan Weiser, Peter Zimmer und Benjamin Hensel beteiligt waren. Gerade Zimmer glänzte mit großartigen Offensivleistungen, übernahm Verantwortung und baute zusammen mit Hensel auf der linken Angriffsseite enormen Druck auf.

Die Gästeabwehr war immer mal wieder im Schwimmbad und nicht auf dem Platz. In den Spielminuten 15, 26, 35 und 41 wirbelte sich das Tandem Zimmer/Hensel in den Rücken der Abwehr, doch lediglich Stefan Weiser nutzte eine der Möglichkeiten, um mit einem platzierten Linksschuss den Ausgleich zu erzielen. Zuvor wurde ein Geschoss von Weiser in höchster Not abgeblockt und Christian Bartnick hatte bereits in der 15. Minute eine hochkarätige Torchance vertan. Er war allein, unbedrängt und unentschlossen. Das Ergebnis war nicht Fisch, nicht Fleisch. Ein unnötiger, unerreichbarer Fehlpass statt Ausgleich.

In der zweiten Hälfte dann sehr früh, der Führungstreffer für die Gäste. Die Heimelf hatte durch Hensel und Weiser in der 60. und 71. Minute noch Möglichkeiten. Doch Weisers Kopfball stricht aus Nahdistanz am Tor vorbei und den Schuss von Hensel parierte Gästeschlussmann Manuel Hermann souverän. Das Tandem Zimmer/Hensel trat in der zweiten Hälfte nicht mehr so beeindruckend in Erscheinung. Die extrem hohe Laufbereitschaft forderte ihren Tribut.

Die Gäste hatten ihrerseits durch Mathias Prestenbach noch eine 100 plus 10 % Torchance, als er mutterseelenallein auf Torwächter Andreas Doninger zulief. Dabei blieb es. Doninger nahm ihm den Ball weg. In den Spielminuten 84 und 87 sah Lauf dann gelb/ rot und nur rot. Erst war es Huth, der einen Gästespieler heftig umarmte und dessen Sturmlauf unterbrach. Danach traf Zink bei seinem körperbetonten Einsatz gegen Pleic viel Fuß und wenig Ball. Die restlichen Spielminuten verliefen ereignislos.

JoHo

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