SVL verliert erneut

Lauf I – Bad Rotenfels I 0:4 (0:0)

Lange Zeit hielten die Hock-Schützlinge das Spiel gegen die kompakte, in allen Mannschaftsteilen gleichwertig besetzte Luft-Elf offen, waren ebenbürtig, ließen wenig gefährliches zu, konnten aber ihrerseits kaum nennenswerten Druck aufbauen. Gefahr entstand für beide Torhüter fast nur durch Freistöße, die zwar in Mehrzahl den Platzherren zugesprochen wurden, weil hauptsächlich Stefan Weiser, auch an und ab Peter Zimmer, bevor es richtig mulmig für die Gäste wurde, mit meistens harmlosen, aber doch zielgerichteten und immer wirksamen Regelwidrigkeiten aus dem Spiel genommen wurden. Die folgenden Laufer Freistöße waren nicht das Gelbe vom Ei, wurden mehr oder weniger halbgar, ohne Wertschöpfung ausgeführt, blieben ebenso wirkungslos wie die gezückten, strahlenden gelben Karten, denn gerade Weiser wurde nach wie vor und abwechselnd sehr variabel an einem konstruktiven Spielaufbau gehindert.

In wenigen Spielszenen überbrückten die Gäste blitzschnell das Mittelfeld, demonstrierten dabei wie man wirklichen Druck aufbaut, gaben aber letztendlich  Torhüter Doninger und seinen Abwehrkollegen keine unlösbaren Rätsel auf. Lediglich Gästeakteur Neef hatte in Spielminute 35 nach einem beeindruckenden Solo über die rechte Laufer Abwehrseite, die Führung auf dem Fuß. Der anschließende wuchtige Schuss ging doch etwas mehr als eine Haaresbreite am Tor vorbei.

Auch die zweite Hälfte war bis zur 65. Minute völlig offen, die Spielanteile waren gleichmäßig verteilt, doch die Gäste wirkten unverändert insgesamt in der Spielanlage reifer. Ab der 65. Minute änderte sich das Bild gründlich und für Grün-Weiß kam es knüppeldick. Eine flüssige, sehenswerte Kombination über Marco Reinbold und Weiser, der einen Zuckerpass in die Nahtstelle und in den Rücken der Gästeabwehr spielte, eröffnete dem rechtzeitig mitgelaufenen Erduan Hokacu eine aussichtsreiche Schussposition. Hokacu schoss auch – aber knapp am Tor vorbei.

Das entstehende Hochgefühl, dem Spiel jetzt den grün-weißen Stempel aufzudrücken, wurde durch die Gäste im Gegenzug eiskalt zerstört, als sie clever in die entblößte linke Außenbahn spielten und mit zwei Pässen ihrem Stürmer Andreas Rothenberg eine hochkarätige Möglichkeit eröffneten. Der ließ Torwart Doninger aus Nahdistanz keine Chance – die Gästeführung in Spielminute 66 war perfekt und angesichts dieser mangelhaften Deckungsarbeit verdient.

Lauf bewies Moral, rappelte sich auf, ging auf Ausgleichsjagd, wurde aber durch die gelb-rote Karte, die Spielgestalter Stefan Weiser nach einem Allerweltsfoul, wie er sie selbst im Spiel in härterer Form mehrfach hinnehmen musste, dabei nie vom ansonsten überzeugend leitenden Schiedsrichter Tiedemann, Stollhofen, durch eine gleichwertige Personalstrafe geschützt wurde, geschwächt. Weiser konnte somit nicht mehr gefoult werden, war vor weiteren Attacken geschützt, fehlte aber seiner Elf bitterlich.

Die Gäste nutzten ihre Überzahl intelligent aus, konterten eine auf den Ausgleich drängende Heimelf gerade zu brutal nieder und nach dem Führungsausbau durch Wittmann gaben die Hock-Schützlinge ihre Ordnung auf. Die Tore drei und vier durch Thorsten Schröder, sowie Daniel Wittmann fielen zwangsläufig und konsequent. Der Sieg der Gäste war dann auch in dieser Höhe verdient.

JoHo

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