SVL verliert gegen Plittersdorf

FV Plittersdorf – SV Lauf 2:0 (1:0)

am 15. August 2009

Ausreichender Mannschaftsgeist, Kampfgeist, Begeisterung bei den Kontrahenten waren vorhanden. Doch wirkte auf Gastgeberseite noch ein greifbarer – körperlich sehr präsenter – Geist namens Richard mit, der bei seinem Doppelpack in der 14. und 85. Spielminute geistreich agierte, Laufs ansonsten zuverlässige Abwehr entgeisterte und seine Mitspieler begeisterte.

Über weite Phasen des Spiels konnten die Hock – Schützlinge die Partie offen halten, kamen auch zu Torchancen, ließen die aber ungenutzt liegen. So in der 17. und 43. Minute, als der erneut überragend auftretende Stefan Weiser zwei Zuckerpässe in den kleinen Strafraum platzierte, die Heimabwehr den Ball tatenlos passieren ließ, aber Marco Reinbold und Peter Zimmer zu spät reagierten und somit den Ball nicht ins Netz bugsierten. Kurz vor dem Halbzeitpfiff noch ein beeindruckendes Dribbling von Weiser, der dann im Strafraum elfmeterreif zu Fall gebracht wurde. Hier blieb die Pfeife des Schiedsrichters genau so stumm, wie bei dem späteren – ebenso strafstoßwürdigen – Foul von Gästeakteur Matthias Ams, der erneut eine Klasse-Partie als Libero bot, mit Übersicht seine Abwehr organisierte und mit einer hohen Anzahl von herrlichen, weiten Diagonalpässen immer wieder Räume für den eigenen Angriff schuf. Aus diesen Möglichkeiten wurde insgesamt zu wenig Gefahr produziert, weil zu oft das schnelle Nachrücken aus dem Mittelfeld ausblieb. Insgesamt betrachtet waren die Gastgeber in der Spieleröffnung etwas schneller, zeitraubendes Ballhalten im Mittelfeld, das Warten auf immer bessere Abspielmöglichkeiten unterblieb. Zwangsläufig war ihr Spiel insgesamt druckvoller, führte zu mehr Chancen. So waren in der 34. und 38. Minute absolute Großtaten von Andreas Doninger notwendig, um den Führungsausbau von Matthias Fenske und Gural Jeton zu verhindern.

Die ersten 15 Minuten der zweiten Halbzeit war Grün-Weiß nicht wirklich präsent. Ein gefährlicher Kopfball von Geist wirkte dann wie ein Weckruf, der eine starke Phase der Hock-Mannen einläutete. Es war Peter Zimmer, der sehr oft über die linke Außenbahn Fahrt aufnahm, präzise Flanken schlug, doch anschließende Kopfbälle von Weiser und Schüsse von Kaltenbach und Steimel Marco wurden von Susser gehalten, oder gingen am Tor vorbei. In diese Drangphasen setzten Geist, Dominik Kraus, Gural u. Co schnelle ausgereifte Konter, demonstrierten dabei ihr beträchtliches Angriffpotential. Mehrfach hielt Doninger mit seinen Künsten den Kasten sauber und Lauf im Spiel, bevor Geist dann mit seinem platzierten Kopfball für die Entscheidung sorgte. Lauf enttäuschte nicht und musste sich einem Gegner beugen, der über hervorragende Stürmer, ein gut organisiertes, in allen Positionen gleichwertig besetztes Mittelfeld verfügt und alle Voraussetzungen bietet, um bei der Vergabe der Meisterschaft ein bedeutendes Wort mitzureden.

Lauf II verlor 4:1. Torschütze war Christian Bartnick.

JoHo

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