SVL verliert Heimspiel gegen Stollhofen/Söllingen

SVL I – SG Stollhofen/Söllingen 0:1 (0:1)
Die zweite Hälfte dieses Spiels war in etwa so spannend, wie das Blättern in der Apothekenrundschau. Verflogen die Kurzweiligkeit, die Spannung der ersten Halbzeit, als Grün-Weiß noch Chancen produzierte, Hoffnung auf zumindest einen Punktgewinn keimen ließ.

Zwei Geschehnisse der zweiten Hälfte verdienen Erwähnung: So gab Laufs Torwart Andreas Doninger in Spielminute 55 die Rolle des Oberkellners, servierte, von jeglichen Störfaktoren unbehelligt,  den total von ihm kontrollierten Ball, dem auf weiter Flur allein stehenden Gästestürmer Ernst, einschussbereit vor die Füße. Der wies diese Offerte zurück, ließ die Riesenchance ungenutzt. Dasselbe tat auch Dominik Burger, der in der letzten Sekunde der dreiminütigen Nachspielzeit, von Spielertrainer Früh einschussbereit in Szene gesetzt wurde, den Ball aber, aus nächster Nähe, neben das Tor setzte.

Im ersten Durchgang demonstrierten die Platzherren, dass auch sie schnell und direkt durchs Mittelfeld spielen, mit schnellen Passfolgen den Gegner irritieren und über die Außenbahnen Druck erzeugen können. Namentlich Marco Steimel, Dominik Frank, Spielertrainer Früh und Thomas Oberle standen für diese Spielweise, die gegen die stabilen, spielstarken Gäste, Chancen produzierte. So hielt Gästetorwart Dominik Wurz schon sehr früh Schüsse von Frank, Steimel und Oberle, vollbrachte in Spielminute 42 seine größte Tat, als er einen wuchtigen, aus nächster Nähe platzierten Reinboldkopfball, mit einer Blitzreaktion aus dem rechten Eck fischte. Beide Akteure demonstrierten ihre Fähigkeiten. Insgesamt gesehen, nahm Laufs Torgarant zu wenig am Laufer Geschehen teil.

In den Spielminuten 19 und 20 wirkte Laufs Abwehr unkonzentriert, unentschlossen, lud den Gegner zum Erfolg ein.  Gästeakteur Matthias Ernst nutzte diese Auszeit, spielte elegant und leichtfüßig Laufs Libero aus, zirkelte technisch perfekt, den Ball in den Winkel. In der zweiten Hälfte verfiel Lauf in den alten Trott, hielt den Ball zu lang. Selbst Frank, der in der ersten Halbzeit, das Spiel seiner Elf tempogeladen gestaltete, ließ sich von dem Virus anstecken. Von dem war auch der eingewechselten Tobias Weisenbach befallen, der auf der Außenbahn ballverliebt agierte, sich nicht vom Gerät trennen konnte und somit jeglichen Laufer Druckaufbau verhinderte.

Lauf II siegte 1:0 Torschütze war Stefan Fahrner.

JoHo

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