SVL verliert Heimspiel gegen Weitenung

SV Lauf I – SV Weitenung I 1:2 (1:1)
Die Trikotfarben waren anders, die Spieler waren andere, der Gegner hieß anders, ebenso der Laufer Torwart. Der Rest war eine Kopie der vorhergegangenen Begegnung in Leiberstung. Auch dort war es sehr warm, auch dort hätte Grün-Weiß schnell hoffnungslos zurückliegen können, profitierte auch dort von gegnerischen Abschlussschwächen und Klasseleistungen des eigenen Ballfängers. Nun ließ im Heimspiel ein anderer Kontrahent frühe, mehrere hochwertige Einschussmöglichkeiten ungenutzt, und lediglich sehenswerte Großtaten von Christian Dinger, der, den für lange Zeit ausfallenden Andreas Doninger vertrat, hielten Lauf im Spiel.

Wie Füchse im Hühnerstall, sorgten die Herren Dominik Nürnberg, Manuell Trapp und Sergej Miller in beiden Viererketten der Heimelf für helle Aufregung und lang anhaltendes Durcheinander. In Spielminute 10 spielte sich  Trapp zum wiederholten Male technisch brillant, – von nennenswerter Abwehrarbeit unbehelligt – in den Strafraum. Ein kurzer Blick, ein schneller Pass auf den ebenfalls freistehenden Nürnberg, der mit einem trockenen und platzierten Schuss, das Netz ausbeulte. Bis zur 30. Minute ging das munter so weiter. Dreimal wehrte Dinger Schüsse aus Nahdistanz ab, ließ weiteren Flurschaden nicht zu. Lauf fand lange Zeit nicht statt, hatte Verständnisprobleme mit der Raumdeckung, den sich aus dem System ergebenden Positionswechsel, kam zu selten zu einem geordneten Spielaufbau.

Mit der Einwechslung von Mario Kaltenbach wurde vieles besser, ihm gelang auch mit dem Pausenpfiff der Ausgleichstreffer, dem ein präziser Flachpass von Marco Reinbold vorherging.

Kurz aufflackernde Glücksgefühle, starben nach dem Pausentee binnen 5 Minuten ab. Ein Eckball von Trapp wurde zunächst ohne Laufer Störung via Gästekopfball an den Pfosten gesetzt. Kurz danach schätzte Philipp Zink einen weiten Handabschlag von Gästetorwart Stefan Gerber völlig falsch ein, unterlief das Gerät. Trapp hatte den Braten am schnellsten gerochen, überlief federleicht die Linienführung der Abwehrkette und dabei mutterseelenallein auf Dinger zu. Der Rest war Formsache. Jubel bei den Gästen, spürbarer Frust bei den Platzherren folgte.

Dann ging nicht mehr viel. Wenn ja, zu langsam, mit vielen Fehlpässen garniert. Dinger musste noch zwei, drei Großtaten vollbringen, um die Niederlage in Grenzen zu halten. Ein Bärendienst erwies sich und der Mannschaft Marco Steimel, der wohl selbstkritisch seine enttäuschende Leistung erkannte, mit einem Foul an Nürnberg, Frustabbau betrieb und dafür rot sah. Dieser erfahrene Spieler wird in diesen schweren Tagen seiner Elf bitterlich fehlen. Punktum: Der Sieg der Gäste geht in Ordnung.

Lauf II gewann durch Tore von Mike Glass und Matthias Wild 2:0.

JoHo

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