SVL verliert in der Nachspielzeit

VfR Bischweier – SV Lauf 1:0
Der Sekundenzeiger hatte seinen Lauf zur vollen Minute noch nicht vollendet, der Gastgeber war noch nicht sortiert, als Stefan Weiser mit einem tempogeladenen Dribbling durch die löchrige Abwehr rauschte, doch ca. 8 Meter vor dem Tor, im Dribbelrausch, das Schießen vergaß.

Die Gastgeber wirkten zunächst konsterniert, ließen den Offensivgeist in der Flasche und Laufs Ballfänger Andreas Doninger in Ruhe. Patrick Huth, Benedikt Schmieder, Jens Deschl, Dominik Frank taten mit ihren tadellosen Defensivleistungen das Übrige hinzu, dass die glasklar favorisierte Heimmannschaft, nicht in die Gänge kam. Lediglich einmal, ließ Laufs überzeugende Defensive eine Möglichkeit für Klasse-Stürmer Tobias Skubatz zu, der nach gekonntem Dribbling blitzschnell, wuchtig auf das Tor knallte. Doninger reagierte prächtig, lenkte den Ball an den Pfosten, hielt das Remis fest. Weniger erfreut musste Trainer Hock mit ansehen, wie sich Michael Lang ohne Fremdeinwirkung verletzte, was sich auf die Offensivmöglichkeiten seiner Elf nachteilig auswirkte.

In Spielhälfte zwei konnten die  Gastgeber phasenweise mehr Druck aufbauen, doch Laufs bester Akteur, Schlussmann Doninger, parierte in den Spielminuten 59, 61 und 84 zwei scharfe Schüsse und einen Freistoßkracher von Florian Emrich beeindruckend souverän. Wesentlich mehr Gefahr ließ die Grün-Weiß Defensive nicht zu, in der der eingewechselte Bruno Schmidt mit einer fehlerfreien Leistung auf sich aufmerksam machte.

Gastgebertorwart Stefan Tuczek ließ sich von Weiser in der 52. Minute nicht aufs Glatteis führen, der – fast schon hinterhältig – einen scharf und flach getretenen Eckball mit viel Effet direkt ins Tor setzen wollte. Fünfzehn Minuten später setzte Weiser mit einem Zuckerpass in die Tiefe Stürmer Benjamin Wöfle ein, der lief allein auf Tuczek zu, doch Wölfles Zaudern und ein geschickt den Winkel verkürzender Torwart, verhinderte Laufer Torjubel.

Vieles schien auf ein torloses Remis hinzudeuten, denn der exzellente Dribbler Florian Wein, sowie die Torgaranten Skubatz und Emrich rieben sich weiterhin an Deschl, Schmieder und Huth wund. Was trotzdem durch diesen angerührten Beton kam, war sichere Beute von Libero Andreas Striebel, oder der letzten Instanz Andreas Doninger.

In der 93. Spielminute war es nicht die allerhöchste Instanz, die den Ball zunächst an die Hand von Jeto Gjuraj führte. Es war, der nicht erkannte Wille, die nicht geahndete Tat dieses Spielers,  sich das Spielgerät mit der Hand, für einen strammen Schuss zurechtzulegen. Trotz Vollversammlung in Laufs Strafraum, fand der Ball aus Nahdistanz seinen Weg ins Tor, machte die, zu diesem Zeitpunkt, bittere Niederlage der Hock-Schützlinge perfekt. Die Abeska-Schützlinge haben ihr Glück erzwungen, gaben nie auf, gewannen deswegen glanzlos, aber nicht unverdient.

Lauf II verlor 3:0.

JoHo

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