SVL verliert in Plittersdorf

FV Plittersdorf I – SV Lauf I 4:2
Das Positive zuerst: Lauf erspielte sich in den zweiten 45 Minuten ein 1:1 Unentschieden, zeigte dem haushohen Favoriten auch die ersten 30 Minuten die Stirn, verdiente sich mit Dynamik, gutem Spiel die vorübergehende Führung.

Dann der Stilbruch: Dieselbe Mannschaft ging dann zwischen den Spielminuten 35 und 41 auf Tauchstation und verschenkte in sieben Minuten alles, was sie sich bis dahin beeindruckend erarbeitet, erspielt hatte. Ein Rätsel, dessen Auflösung für Trainer Hock eine knifflige, anspruchsvolle Aufgabe sein dürfte.

Der Führungstreffer wurde von Marco Reinbold erzielt, der nach einer völlig missratenen Faustabwehr von Torhüter Walz goldrichtig stand, und mit einem präzisen Flachschuss seine Mannschaft jubeln ließ. Mit breiter Brust spielten die Hock-Mannen weiter, jedoch in Spielminute 35 war der Zauber vorbei. Marco Steimel relativierte seine bis dahin ausgezeichnete Leistung, als er sich viel zu spät vom Ball trennte und die Heimelf zum Konter einlud, der dann in beeindruckender Klasse ausgeführt wurde. Drei Ballkontakte und Richard Geist schoss sein – fast schon obligates – Tor gegen Lauf. Das traf mitten ins Grün-Weiße Herz. Es folgte der Auftritt der „Ersten allgemeine Verunsicherung“ im Laufer Dress, denn nur so sind die Tore zwei und drei der Stupfel-Elf zu erklären. Dem Führungstreffer ging ein Eckball voraus, der ungehindert die Defensive der Gästeelf passierte, ohne mögliche, aber nicht genutzte Abwehr, auf den Kopf von Michael Fenske und von dort ins Tor fiel. Mit diesem Netzeinschlag fiel die zuvor funktionierende Abwehr, kurzzeitig, wie ein zu kühl gewordenes Souffle in sich zusammen.

Plittersdorf bewies Cleverness, nutzte die Gunst der Minuten, demonstrierte besten Angriffsfußball. Geist setzte mit einem technisch perfekten Schuss aus ca. 20 Metern diesem Offensivwirbel die Krone auf. Für die Gäste schien sich ein Debakel anzubahnen, zumal Reinbold und Weiser verletzt vom Feld mussten.

Doch weit gefehlt. Mit Beginn der zweiten Hälfte spielten die Hock-Mannen wieder mit. In Minute 57 setzte sich Dominik Frank, der sich in den letzten Spielen zu einem wichtigen Aktivposten in der Hock-Elf entwickelt hat, im Mittelfeld energischen gegen zwei Gegner durch, schoss wuchtig aufs Tor. Walz ließ diesen Kracher vor die Füße von Steimel abprallen, der den Ball vehement dem Absender zurückgab. Über die Fäuste des Ballfängers ging es zum Eckball. Frank schoss scharf, Christian Bartnick köpfte ein, Lauf rackerte weiter.

Der Gastgeber wirkte nach dem Anschlusstreffer zögerlich, versteckte sich ein wenig. Diese Phase dauerte ca. 10 Minuten. Bevor Gottberg eine Geistflanke zum endgültigen Sieg einschob, kratzte Andreas Striebel noch einen Fenskeschuss von der Linie. Plittersdorf gewann verdient.

Lauf II verlor mit 0:3.

JoHo

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