SVL verliert in Rotenfels

FV Bad Rotenfels I – SV Lauf I 3:1 (0:0)
In den ersten zwanzig Minuten der zweiten Halbzeit verlor Lauf das Spiel. Zwanzig Minuten ließ Grün-Weiß die Zügel schleifen, den Gegner gewähren, agierte kaum, reagierte zu spät, oder zu langsam. Zwanzig Minuten reichten den herausragenden Akteuren Thorsten Schröder, Daniel Wittmann und Robin Benkler, für die Gastgeber die Vollernte einzufahren und den Hock-Schützlingen verstärkte und lähmende Abstiegsängste in Kopf und Füße zu injizieren.

Das Spiel nahm zunächst sehr langsam Fahrt auf. Das Wiedermitwirken von Jens Deschl erhöhte die Leistungsfähigkeit und Sicherheit des Laufer Defensivgefüges erheblich, tat dem Gästespiel nur gut. Grün-Weiß wirkte sicher, nahm gleichwertig am Spiel teil. Die Gastgeber konnten sich zunächst kaum durchsetzen, die Laufer Offensivschwächen traten aber auch zutage. Viel Geplätscher, wenig Spannung.

Ab der 25. Minute erhielten dann die Torwächter ihre Daseinsberechtigung. Zunächst musste Andreas Doninger bei einem strammen Flachschuss von Benkler sicher und flexibel reagieren, denn der Ball war tückisch und änderte seine Richtung. Kurz danach eine sehenswerte Kombination zwischen Stefan Weiser und Deschl, der den Ball auf Michael Lang weiterspielte. Ballannahme, zwei Schritte laufen, dann ein wuchtiges Geschoss aus ca. 30 Meter Richtung Winkel. Eine Klasse-Aktion, der eine Klasse-Reaktion von Platzherrentorwart Droth folgte.

In Spielminute 36 spielten sich Doninger und Deschl an der Strafraumgrenze fahrlässig den Ball zu, obwohl Wittmann interessierter Beobachter der Szene war. Er eroberte den Ball, haute ihn mit Wucht und Präzision auf das Gehäuse. Doninger parierte glänzend, sorgte mit seiner Reaktion dafür, dass die vorangegangene, fahrlässige Aktion ohne Flurschaden blieb. Grün-Weiß hatte durch Peter Zimmer, nach einer mustergültigen Vorlage von Patrick Huth, noch eine Torchance, ließ sie aber ungenutzt.

Mit Beginn der zweiten Hälfte dann der kollektive Ausstieg der Hock-Schützlinge aus dem Spiel. Keine Zuordnung im Mittelfeld, keine Ordnung im Spiel, Lauf ließ die Platzherren gewähren. Freistöße, Eckbälle häuften sich, der Druck auf das Gehäuse und Torwächter Doninger war enorm. Nach einem raffinierten Eckball von Wittmann war Vollversammlung angesagt. Viele Beine, viel Einsatz, undurchsichtiges Kuddelmuddel und Schmitt machte dem, mit seinem Tor ein Ende. Bevor Wittmann einen Zuckerpass durch Schröder, der viele Freiräume bei seinem Drang nach vorne nutzte, in einen Treffer ummünzte, versiebte Christian Bartnick eine Großchance nach Klasseflanke von Benjamin Hensel.

Danach dann der lang vermisste Soloauftritt von Peter Zimmer, der den Ball annahm, alles überlief und ausspielte, einen phantastischen Flachpass auf den voraus denkenden, mitlaufenden Lang spielte, der den Ball in die Maschen donnerte.

Auch nach dem dritten Treffer der Platzherren durch Schröder hatte Lauf noch Ausgleichschancen. Doch für Stefan Weisers Elfmeter war das Tor zu schmal und Mario Kaltenbach konnte aus unbedrängter Nahdistanz eine Superflanke von Weiser nicht mit dem Kopf im Tor unterbringen.

Zwanzig Minuten Spielzeit nicht genutzt, mehrere Großchancen vergeben. Schon allein deswegen ist der Sieg für Rotenfels mehr als verdient.

Lauf II verliert mit 0:2.

JoHo

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