SVL verliert in Steinmauern

FV Steinmauern I – SV Lauf I 1:0 (0:0)
In den ersten 30 Minuten war das Spiel, wie der Sonnenschein über der Anlage. Mild, sanft, friedlich. Ideal für Lauf, ärgerlich für die zu höheren Weihen strebenden Gastgeber. Benedikt Schmieder, Jens Deschl und Patrick Huth nahmen ihren Gegnern Frieböse, Brunn und Yasmin die Freude am Spiel, gewannen mit der Regelmäßigkeit von Sonnenuntergängen die wichtigen Zweikämpfe, wodurch das Spiel der Platzherren regelrecht austrocknete.

Die Renz-Schützlinge hatten nach ansehnlichem Kombinationsfußball, mehrfach initiiert von Stefan Weiser, Peter Zimmer, Michael Lang halbgare Möglichkeiten. Schüsse streiften knapp am Tor vorbei oder wurden von Torwächter Puszczewicz gehalten. Ein herrlicher Schuss von Weiser, wurde kurz vor Überschreiten der Torlinie, zur Ecke abgewehrt. Eine Möglichkeit hatte dann noch Frieböse, der sich aber gegen Torwart Doninger nicht durchsetzen konnte.

Ab Minute 46 dann eine völlig andere Begegnung. Torjäger Kamill Puszczewicz wurde eingewechselt, das Spiel wurde von anderen Automatismen geprägt. Zunächst lüpfte noch Zimmer freistehend den Ball über das Tor. Danach legten die Gastgeber den Turbolader ein. In den Minuten 49 und 50 standen einheimische Stürmer unbedrängt vor Gästetorwart Doninger. Beim ersten Mal knallte Puszczewitz die Kugel über das Gestänge, beim zweiten Mal hielt Doninger souverän. In der 69., 70 und 71 Minute kochte das Spiel. Zunächst sorgte ein Freistoss von Frieböse für blitzartig wechselnde Situationen. Der Ball wurde zur Flipperkugel, raste, rollte, kullerte vor Doninger hin und her. Immer war irgendwo ein Bein das schoss, ein Bein, das abwehrte, ein Körper, der das Spielgerät abbremste. Auch Kopfbälle schwirrten hin und her. Das alles im Sekundentakt. Ging der Ball dann durch, standen Doningers Körper und Fäuste im Weg oder Huths Körper verhinderte ein Tor.

Nach einem Eckball dann dieselbe Show. Eine Minute später ein weiterer Freistoss, wieder Vollversammlung, wieder hin und her bis Puszczewics endgültig einlochte. Lauf bewies weiter Moral und Leidenschaft, hatte Ausgleichsmöglichkeiten. In der 88. Minute hebelte ein weiter Doninger-Abschlag die gesamte Gastgeberabwehr aus. Christian Bartnick reagierte blitzartig, spielte schnell auf Michael Lang und der schoss platziert. Der Torwart lag auf dem Boden, für ihn stand ein Abwehrspieler auf der Linie. Dieser klärte im Stile eines Klassetorwartes, lüpfte mit beiden Händen den Ball über das Tor. Zum Leidwesen für Lauf war die Spielfortführung Eckball, der naturgemäß schwieriger im Netz unterzubringen ist, als ein Elfmeter.

Fazit: Steinmauern gewinnt verdient, doch der nicht gegebene Strafstoss nimmt dem Sieg viel Glanz.

JoHo

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