SVL verliert in Würmersheim

FV Würmersheim I – SV Lauf 3:1 (0:0)
Ein Blick in den Terminkalender bestätigte Trainer Hock, dass er noch genügend Zeit hat, um die Weihnachtseinkäufe für seine Familie zu planen. Für seine kurzfristige Verwirrung hatten in den Spielminuten 56 und 77 Libero Dominik Frank und Torhüter Andreas Doninger gesorgt, die den Gastgebern, das mit bunten Schleifchen gezierte Spielgerät, auf dem glänzenden Silbertablett, freundlich servierten.

Dürrschnabel und Beller nahmen dankend an und schickten Lauf auf die Verliererstraße. Für Laufs Torwart Doninger muss es besonders schlimm gewesen sein, denn vor seinem Aussetzer bestach er mit mehreren Großtaten, hielt Lauf im Spiel, als er gerade im ersten Spieldrittel einen kapitalen Schuss von Dürrschnabel, sowie einen vitalen, heimtückischen Aufsetzer von Vitali Saponenko in Klassemanier unschädlich machte. Zunächst wahrte er mit seinen Großtaten die Laufer Chancen und nach seiner Fehlleistung hielt er mit Blitzreaktionen härteste Schüsse, die von Torjäger Sven Baumann, sowie von Dürrschnabel aus Nahdistanz abgefeuert wurden, die Niederlage von Grün-Weiß in Grenzen.

Die Gastgeber bestimmten für lange Zeit die Szene. Doch eine insgesamt solide Defensive, in der Jens Deschl, Daniel Schmidt, Patrick Huth auftretende Lücken schnell schlossen, ließ nichts Zählbares zu. Die letzten 10 Minuten vor der Pause, sowie die ersten Takte nach dem Wiederanpfiff dominierte Lauf, erspielte sich mit klugen Kombinationen mehrere Einschussmöglichkeiten. So setzte Benedikt Schmieder, der die Talsohle seines Formtiefes wohl hinter sich hat, mit großartigen Pässen Michael Lang und später Stefan Weiser ein. Beide setzten sich großartig durch, beide setzten die Bälle maßgerecht in den Strafraum. Dabei kam es zu 5 knackigen Schüssen. So oft wehrten – incl. Nachschüsse – viele Gastgeberbeine, Schüsse von Marco Reinbold, Michael Lang und Daniel Schmidt ab. Insgesamt war das zu wenig. Stefan Weiser musste die Last des Aufbauspiels fast alleine tragen. Er kämpfte, rackerte, spielte, erhielt zu wenig gewichtige Unterstützung. Die oft einsam wirkende Spitze Reinbold blieb deswegen mit verwertbaren Bällen unterversorgt.

Die Gastgeber waren an diesem Tag die Besseren. Erdan Sür konnte sich in Spielminute 51 geschickt durchsetzen. Sein platzierter Flachschuss war unhaltbar. 5 Minuten später der erste Aussetzer durch Dominik Frank, der alle Zeit der Welt hatte, den von ihm kontrollierten Ball sinnvoll weiter zu spielen. Er entdeckte die Langsamkeit, zauderte, zögerte, machte sein Geschenk an Dürrschnabel. Dessen schmerzhafter Dank war vorauszusehen, der Führungsausbau zwingend. Das war es dann. An diesem Tag konnte Lauf nicht punkten.

Stefan Weisers Anschlusstreffer war klug zusammen mit Marco Steimel herausgespielt, letztendlich nur Ergebniskosmetik. Wenig Lohn für viel Laufarbeit, aber angemessen, angesichts zu vieler Unzulänglichkeiten.

Lauf II verlor 5:0.

JoHo

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