SVL verliert in Würmersheim

FV Würmersheim – SV Lauf 4:0 (2:0)

Schönes, warmes Wetter vor, während und nach dem Spiel. Mit ihrem Auftritt legten die Blau-Schwarzen noch eine Schippe drauf, erhitzten ihre Träume von einem Aufstiegsspiel in die Landesliga, ließen die Herzen ihrer Anhänger warm werden. Im Gegensatz hierzu, ließen speziell die Gegentore, Laufs Anhang frösteln. Manch eigene, vergebene Großchance führte dort zu einem Kälteschock. Der Gastgeber hatte die reifere, klügere Spielanlage, spielte ohne spürbaren Druck, schoss aber trotzdem zwei Tore. Diese Führungstore, in den Spielminuten 18 und 20 durch Sven Baumann und Samir Zridi erzielt, offenbarten die spielentscheidenden Mängel der Hock-Schützlinge. Beide Male war Laufs Mittelfeld bei eigenem Ballbesitz geschlossen aufgerückt, verlor den Ball und lief dann dem unverzüglich eingeleiteten Gegenangriff chancenlos hinterher. Jeweils war Zridi mutterseelenallein. Er nutzte die fehlerhaft entstandenen Freiräume geschickt, drang in den Strafraum ein, legte einmal auf Baumann auf und vollstreckte kurz später selbst. Bei diesen Konteraktionen waren die Einheimischen in deutlicher Überzahl, der minimale Restbestand des Laufer Defensivverbandes hatte kaum Abwehrchancen.

In den Spielminuten 25 und 31 konnte sich Gastgebertorwart Hanf bei einem wuchtigen Stefan Weiser Geschoss, sowie bei einem sehenswerten Christian Bartnick – Kopfball auszeichnen. Mit der Einwechslung des Jugendspielers Daniel Schmidt machte Trainer Hock dem strukturellen Defizit im defensiven Mittelfeld ein Ende. Schmidt sicherte das Offensivmittelfeld beim notwendigen Drang nach vorne ab. Das Spiel bekam ein anderes Gesicht. Lauf war gleichwertig, hatte bei gleichwertigen Spielanteilen viele Möglichkeiten und einige klare Torchancen, die aber (ungenutzt) den Ausgleich verhinderten. So setzte Schmidt, in Minute 51, Erduan Hocaku mit einem mustergültigen Pass in die Nahtstelle, auf die Torschiene. Der lief ganz allein und unbedrängt auf Hanf zu, hatte alle Optionen, haute den Ball aber in Richtung Sonne.

Kurz danach verzieht Jens Deschl, zusammen mit Weiser und Peter Zimmer herausragender Akteur in seiner Elf, aus Nahdistanz. Noch großzügiger ging Marco Steimel mit seiner Großchance um, als er einen direkt auf ihn gezielten Weiser-Eckball – aus ca. 8 Meter nicht ins Netz befördern konnte. Das alles blieb nicht unbestraft.

Spielertrainer Murat Sür trat Sekunden später zu einem Freistoss an, narrte den sichtlich überraschten und deswegen reaktionslosen Andreas Doninger mit einem flachen Soft-Ball ins kurze Eck. Das war Gift für die Laufer Moral. Die Luft war weg, der Glaube an den Erfolg auch. Das Spiel war entschieden, das 4:0 durch Zridi zu diesem Zeitpunkt fast zwingend. Der Blau-Schwarz Sieg ist verdient, zumal Zidri vor Tor Nr. 4 noch eine weitere hochkarätige Chance liegen ließ.

Lauf II unterlag 5:0.

JoHo

 

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