SVL verliert Nachholspiel in Lichtental

FC Lichtental – SV Lauf 3:2 (1:1)
Die Hoffnung sinkt, die Gewissheit steigt: Es geht abwärts mit Grün-Weiß. Namentlich in der zweiten Hälfte war ein Großteil der Laufer Akteure von allen guten Geistern verlassen, ließ alles in der Kabine, was in der ersten Halbzeit die Führung und Dominanz ermöglichte.

Jens Deschl deckte Torjäger Simon Huber völlig zu, Patrick Huth neutralisierte den wieselflinken Florian Gerstner, Torjäger Reineri musste die Überlegenheit seines Gegenspielers Benedikt Schmieder hinnehmen. Somit waren die zentralen Figuren des Gastgebers aus dem Spiel genommen. Diese Grundordnung und schnelles, raumgreifendes Spiel in Richtung gegnerisches Gehäuse waren Grundlage und Ursache für vorübergehende Laufer Vormacht.

In Minute 15 spielte Peter Zimmer blitzschnell auf Stefan Weiser, der reichte die Kugel schnell und präzise auf den sich rechtzeitig lösenden Adrian Hensel durch, der schoss sofort wuchtig. Sein Geschoss wurde mit der Hand abgewehrt. Stefan Weiser ließ bei seinem Strafstoßtor dem fehlerlos haltenden Torhüter Ungemach keine Chance. Noch mehrere Male schuf die Renz-Elf mit schnellen, flüssigen und deswegen gefährlichen Kombinationen Gefahr für die Einheimischen.

Die Gastgeber ihrerseits konnten in Spielhälfte 1 nur laue Möglichkeiten kreieren. Zum Wiederanpiff stand zwar dieselbe Elf auf dem Platz, aber es war eine andere Mannschaft. Eine Elf, die offensichtlich das Spiel schon abgehakt hatte, sich nicht durch zwei riesige Chancen der Gastgeber, die Andreas Doninger mit großartigen, sehenswerten Torwartleistungen zunichte machte, wachrütteln und in den Spielminuten 55, 58 durch Simon Huber auf die Verliererstraße umleiten ließ. Leichtsinn, Überheblichkeit wurde bestraft.

Michael Lang und Peter Zimmer, die in Spielhälfte eins noch mit schnellem, direktem Spiel gefährliche Situationen inszenierten, verzettelten sich in unproduktiven Einzelaktionen, bauten somit das Spiel des Gegners auf. Trotz dem schaffte die Renz-Elf in der 80. Minute noch den zwischenzeitlichen Ausgleich durch Christian Bartnick, der mit einem satten Schuss ins Netz, seine persönliche Torflaute abschloss.

In der 92 Minute wurde es schlimm: Bei eigenem  Abstoß war Laufs gesamte Defensive auf einer Höhe, nahe der Mittellinie postiert. Mittels Kopfball kam der Ball retour in Laufs menschenleere Hälfte. Simon Huber bedankte sich, lief allein aufs Tor zu, vollstreckte eiskalt. 3 Tore in einer Halbzeit, – also ein echter „Hattrick“ – , und das gegen den Laufer Defensivkünstler Jens Deschl. Der ist selbstkritisch genug, um zu wissen, dass seine Ausflüge keine Wertschöpfung für das Laufer Spiel produziert haben. Der gesamte Defensivverbund hat sich in der 92. Minute nicht mit Ruhm bekleckert, wird sich fragen müssen, wieso man in dieser  Situation, bei eigenem Ballbesitz und ruhendem Spiel geschlossen an der Mittellinie herumturnt. Die Renz-Elf hat sich selbst geschlagen.

JoHo

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