Unentschieden gegen Kappelrodeck

Lauf I – Kappelrodeck/Waldulm I 1:1 (1:0)

Die Segel waren gespannt, die Windrichtung günstig, die Zielvorgabe, der Kurs von Kapitän Hock eindeutig. Mit dauerhaftem Wind die Segel aufblähen, mit hoher Knotenzahl, Richtung rettendes Ufer zu segeln, war Aufgabe seiner Elf. Dies gelang Grün-Weiß in den Minuten 5 und 9 augenfällig, als sich zunächst das Sturmduo Reinbold/Bartnick mit zweifachem Doppelpass in den Strafraum spielte, der unbedrängte Bartnick, aus ca. 15 Meter, aber nur ein nur laues Schüsschen vom Stapel ließ, das den fehlerlos haltenden Gästetorwart Tobias Jülg nicht wirklich forderte.

Etwas später demonstrierte Stefan Weiser, was man mit Ball und Gegner alles veranstalten kann. Aus der Bewegung, den Ball nacheinander über zwei Gegner lüpfen, mit Körpertäuschungen den Torwart aus dem Spiel nehmen, somit das Netz zur Ballannahme auffordern – bis dahin war das feinste Fußballtechnik. Mit dem gefühlvollen Heber neben das Tor, wurde das Ganze zur schönen, brotlosen Kunst. Viel Wind – keine Meile vorwärts.

Nach vorne brachte Michael Lang das Laufer Boot, als er einen Zuckerpass von Marco Steimel in vollem Lauf annahm und schnörkellos vollstreckte. Die Spielanteile waren in der ersten Halbzeit gleichwertig verteilt, die Einheimischen hatten aber die höherwertigeren Möglichkeiten und Chancen. Für den talentierten Gino Lamm wurde die Auseinandersetzung mit Jens Deschl zur Wurzelbehandlung, Matthias Ams, Dominik Frank und Benedikt Schmieder, ließen den weiteren Kappler Speerspitzen Thomas Hankel und Bernd Bögner kaum Raum zur Entfaltung. Viele unsaubere, holprige Pässe, oft zu langsamer Spielaufbau, ließ stärkeren Laufer Wind nicht zu.

In der 48 Minute führten Weiser und Reinbold einen Freistoß blitzschnell aus. Eine, in diesem Moment, orientierungslose Gästeabwehr, konnte Reinbold nicht am Schuss hindern. Jülg parierte und hielt seine Elf im Spiel. Dann kamen die Gäste aus ihrer Höhle, wollten das Laufer Schiff zum Stillstand bringen. Angetrieben von dem überragenden, vor Spielfreude sprühenden Marco Arndt, spielten die Gäste kombinationssicher und vor allen Dingen schnell nach vorne, bauten Druck auf. Die Sackmann-Elf rückte bei Angriffen immer konsequent nach, überbrückte schnell und zielgerichtet das Mittelfeld. Schwerstarbeit für den Laufer Deckungsverband war die Folge.

In den Spielminuten 57, 60 und 61, drohte das Spiel gänzlich zu kippen. Zunächst kam Tobias Müller, nach einem gefährlichen, die gesamte Abwehr aushebelnde Arndt-Freistoss, den berühmten Schritt zu spät. Dann klatschte ein Bögner-Kopfball an den Pfosten. Kurz danach nahm Christian Köninger einen Abwehrball auf, schoss wuchtig und direkt ins Laufer Netz. Dieser fulminante Sonntagsschuss am Mittwoch, war der verdiente Lohn für die Gäste und von dem zuverlässigen Andreas Doninger nicht zu halten. Er nahm den Einheimischen viel Wind aus den Segeln. Die Hock-Elf bemühte sich danach zwar redlich, ließ aber Marco Arndt im Mittelfeld fahrlässig schalten und walten, war dadurch zu sehr mit Abwehrarbeit beschäftigt. Es entwickelte sich ein verteiltes Spiel, wobei beide Abwehrreihen die Schotten dicht machten und hochkarätige Chancen nicht zuließen. Das rettende Ufer ist für Lauf näher gekommen, ist in Sichtweite, aber noch nicht erreicht.

JoHo

Dieser Beitrag wurde unter Senioren veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.